Dresdner-Bank-Fondsgesellschaft sieht sich bei der Integration mit Allianz „im Plan“
DIT will Vermittler DVAG noch nicht abschreiben

"Integration nach Plan": Unter dieses Motto hat die Dresdner-Bank-Publikumsfondsgesellschaft DIT ihre Jahrespressekonferenz am Montagabend in Frankfurt gestellt.

ina FRANKFURT/M. Es gibt allerdings deutliche Anzeichen dafür, dass die Probleme bei der Zusammenführung der Vermögensverwaltungen von Allianz und Dresdner Bank zur Allianz Dresdner Asset Management (Adam) noch nicht endgültig gelöst sind. Darauf deutet beispielsweise der Rückzug des DIT-Geschäftsführungssprechers Andreas Goßmann hin. Zudem bereitet die am 1. März gestartete Kooperation des bisher wichtigen Dresdner-Vertriebspartners DVAG mit der Deutschen Bank zusätzliche Schwierigkeiten.

In der Liste der Belastungen steht der rückläufige Marktanteil an vorderer Stelle, auch wenn Adam in den ersten beiden Monaten des Jahres Nettozuflüsse von 0,6 Mrd. Euro verbuchte. Das Adam-Mittelaufkommen bei den Publikumsfonds war im Jahr 2001 auf rund 1,5 Mrd. Euro (Vorjahr 7,3), das verwaltete Fondsvermögen zum Ultimo auf 51,3 Mrd. Euro (56,6) gesunken. Dazu hatte der DIT mit 1,4 bzw. 46,0 Mrd. Euro den maßgeblichen Teil beigesteuert. Geäußerte Vermutungen, auch die ohnehin schon geringe Summe von 1,4 Mrd. Euro sei noch durch Geldmarktfondskäufe der Dresdner Bank in Höhe von 1 Mrd. Euro kurz vor der Jahreswende geschönt worden, wollte Markus Rieß nicht kommentieren.

Rieß, nach dem Rückzug Goßmanns alleiniger Sprecher der DIT-Geschäftsführung, sieht kein DVAG-Problem. "Dieser Finanzberater ist ein wichtiger Vertriebspartner für uns und wird es bleiben; denn wir haben gute Produkte und bieten einen guten Service, insbesondere bei der Investmentkontenverwaltung", sagte er. Im Service-Center Hof würden derzeit 1,8 Millionen (davon 1,1 DVAG -) Konten mit einem Volumen von über 13 Mrd. Euro geführt. Zum Thema Integration hieß es: "Wir sind vollkommen im Plan." Sichtbares Zeichen dieses Prozesses sei die Zusammenführung des Fondsmanagements von Allianz Kapitalanlagegesellschaft und DIT an den Standorten Frankfurt (Aktien) und München (Anleihen). Die Verschmelzung der Allianz KAG auf den DIT soll in der zweiten Jahreshälfte beendet sein.

Rieß blickt "optimistisch in die Zukunft" und sieht in der "breiten und guten DIT-Fondspalette" eine "ideale Ergänzung für die Allianz". Der DIT setze in Zukunft beim Produktverkauf nicht nur auf die Dresdner-Filialen, sondern insbesondere auch auf die Vertriebsstärke der 14 000 Allianz-Vertreter. Zugleich werde der Vertrieb über andere Partner ausgebaut. Spätestens im nächsten Jahr soll der Beweis erbracht sein, "dass sich unser Asset-Management-Konzept im Verbund mit Allianz und Dresdner Bank bewährt." Rieß verspricht sich viel von zusätzlichen Versicherungsangeboten in Banken bzw. Fondsangeboten durch die Allianz-Vertreter.

Bei der Produktpalette deuten sich Veränderungen an. Weitere Fonds sollen zusammengelegt bzw. geschlossen werden. Rieß: "Es hat keinen Sinn, unter dem gemeinsamen Dach verschiedene Fonds ähnlicher oder gar gleicher Zielrichtung zu führen - das verwirrt Kunden und Berater." Zumindest eine Neuauflage zeichne sich schon ab. Geplant sei ein Euro-Rentenfonds, der nach dem Vorbild des in den USA sehr bekannten Pimco Total Return Bond Fund des Anleihespezialisten Pimco (Allianz-Gruppe) verwaltet werde.

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