Dresdner Bank ist Tagessieger
Dax und Nemax schließen schwach

Die deutschen Aktienindizes haben am Mittwoch auf unbefriedigenden Niveaus geschlossen. Der Dax ging mit 5 817,52 Punkten aus dem Handel; der Nemax 50 notierte bei 1 566,92 Punkten.

dpa/ddp-vwd FRANKFURT/MAIN. Der Dax stand zuletzt bei 5 817,52 Punkten. Das war ein Abschlag von 2,03 % im Vergleich zum Vortag. Die Wachstumswerte am Neuen Markt kannten seit dem Mittag nur eine Richtung - und die hieß abwärts. Gegen Ende der Sitzung verstärkte sich diese Tendenz sogar noch: Der Nemax-50 fiel um satte 5,32 % und stand zuletzt bei 1 566,92 Zählern. Relativ unauffällig zeigte sich der MDax. Er gab lediglich 0,43 % auf 4 471,79 Punkte nach.

Fulminante Gewinne verbuchte die Dresdner Bank , nachdem laut Presseberichten die Allianz nun die Übernahme des Finanzinstituts vorbereitet. Die "grüne" Aktie gewann daraufhin 7,39 % und kostete 49,39 Euro.

Die Allianz gab im Zuge der geplanten Übernahme 6,50 % auf 309,50 Euro ab und verzeichnete die höchsten Verluste der Dax-Titel.
Im Dax zählten neben Allianz die Technologiewerte zu den Verlieren. SAP büßten 5,4 Prozent auf 139,00 Euro und Infineon 4,2 Prozent auf 44,17 Euro ein. Freundlich zeigten sich hingegen RWE (+3,4 Prozent auf 40,60 Euro) und Commerzbank (+2,35 Prozent auf 29,65 Euro). Die Commerzbank hatte in der Bilanzpressekonferenz einen verhalten optimistischen Ausblick auf das Jahr 2001 gegeben. RWE profitierten von dem angekündigten Zusammenschluss ihres Tankstellennetzes und des übrigen Mineralölgeschäfts mit den Aktivitäten der Shell Deutschland.

Neuer Markt bleibt insgesamt enttäuschend

Die Aktien der Steag Hamatech , einem Hersteller von Maschinen für die Produktion von CDs und DVDs, lagen bei Handelsschluss mit einem Plus von 7,94 Prozent bei 11,01 Euro mit Abstand weit vor den übrigen Nemax 50-Werten. "Steag hat einen sehr positiven Ausblick auf das laufende Jahr gegeben. Das beflügelt den Kurs", sagte ein Händler. Zudem hätten einige Empfehlungen von Investmenthäusern zum Kursanstieg beigetragen. Ein weiteres Indiz für die heutige Attraktivität der Steag-Aktien sei das überdurchschnittliche Handelsvolumen des Titels.

Auch Medigene konnten Kursgewinne einstreichen. Sie kletterten auf 23,09 Euro. Nach Einschätzung eines Frankfurter Händlers kurbelte die heute angekündigte Kooperation mit der ebenfalls im Nemax 50 notierten Evotec den Medigene-Kurs an. Evotec verloren hingegen 13,60 Prozent auf 19,50 Euro.

Sehr gefragt waren auch die Titel von Hoeft & Wessel. Der Hersteller von Fahrkartenautomaten hatte gestern einen größeren Auftrag gemeldet. Die Aktien verbesserten sich auf 11,35 Euro. Der Filmrechtehändler Intertainment notierte leichter bei 5,3 Euro. Der Euro zeigte sich schwach. Die Gemeinschaftswährung verlor am Devisenmarkt bis 20.20 Uhr 0,71 Prozent und kostete damit 0,8872 $. Die Europäische Zentralbank hatte den Referenzkurs am Mittag bei 0,8860 $ festgelegt. Im Vergleich zur D-Mark verteuerte sich die amerikanische Währung damit von 2,1847 DM auf 2,2074 DM.

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