Dresdner Bank kooperiert mit Beratungsfirma Feri
Hedge Funds öffnen sich für private Anleger

Die vermögenden Privatkunden in Deutschland interessieren sich zunehmend für die "Alternativen Anlageklassen" abseits der Aktien- und Rentenmärkte.

pk FRANKFURT/M. Im vergangenen Jahr flossen von privater Seite beispielsweise rund vier Mrd. Euro in Hedge Funds, entsprechend einem Anteil von drei Prozent am gesamten Anlagevermögen, hat die Beratungsgesellschaft Feri in Bad Homburg ermittelt. Bis zum Jahr 2005 werde dieser Anteil auf zehn Prozent oder rund 15 Mrd. Euro wachsen, glaubt Dirk Söhnholz, Geschäftsführer der Feri Alternative Assets GmbH.

Hedge Funds sind nicht regulierte Kapitalsammelstellen, die über das Ausnutzen von Ineffizienzen an den Kapitalmärkten versuchen, hohe absolute Renditen zu erzielen. In Verruf kamen die Hedge Funds durch den Zusammenbruch der Fondsgesellschaft LTCM, jedoch hat sich in jüngster Zeit durch die Baisse an den Aktienbörsen gezeigt, dass Hedge Fonds eher als Stabilisator für ein Depot wirken.

Hedge Funds waren lange Zeit ein Anlageziel institutioneller Anleger, mittlerweile gibt es aber auch eine zunehmende Zahl an Produkten für Privatanleger - hauptsächlich im Zertifikatebereich. Allerdings blieben viele dieser Innovationen hinter den Erwartungen zurück. Das unter hohem Werbeaufwand angeschobene Xavex HedgeSelect-Produkt der Deutschen Bank verzeichnete etwa seit Auflegung ein Minus von 1,02 Prozent. Roland Lang, Derivate-Experte der Commerzbank, räumt ein, das die in Aussicht gestellten Renditen von zehn bis zwölf Prozent für die Hedge-Zertifikate insgesamt klar verfehlt worden seien. Im Vergleich zu den klassischen Investmentfonds für Aktien könnten sich die Ergebnisse aber immer noch sehen lassen.

Auch die Dresdner Bank konnte mit einer Performance von minus 0,75 Prozent bei ihrem AI Global Hedge-Zertifikat bisher nicht überzeugen. Das soll sich mit dem Hedgefunds-Zertifikat auf den "Arix Top Return Index" (WKN 788288) jetzt ändern. Der investierbare Index wurde von Feri entwickelt und soll dafür sorgen, dass nur Hedge Funds mit einem Top-Rating berücksichtigt werden. Dabei sollen die verschiedenen Strategien der Hedge Funds, die zum Beispiel an Übernahmen verdienen oder die nach Preisdifferenzen zwischen Aktien und Wandelanleihen eines Unternehmens suchen, ungefähr gleichgewichtet werden.

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