Dresdner Bank legen zu
Standardwerte bauen Gewinne aus

Angeführt wurden die Dax-Werte am Mittag von der Deutschen Telekom, die zeitweise um 6 % zulegen konnte.

Reuters FRANKFURT. Die deutschen Aktienwerte haben am Dienstag getrieben von Indexschwergewicht Deutsche Telekom ihre Aufwärtsbewegung fortgesetzt und sich weiter von ihren jüngsten Kursverlusten erholt. Mit einem Plus von zeitweise rund 6 % war die Aktie der Telekom der größte Gewinner im Deutschen Aktienindex (Dax). Händler sagten, Käufe von Fondsgesellschaften zum Quartalsende und charttechnische Kaufsignale hätten zu dem Zuwachs beigetragen.

Dax klettert um 1,7 Prozent

Bis zum Mittag gewann der Dax 1,7 Prozent auf 5823 Punkte hinzu. Am Neuen Markt notierten die Kurse mit einem Plus von 0,3 % aber nur geringfügig fester. Händler sagten, trotz der Zuwächse der vergangenen Tage sei der Markt noch sehr angeschlagen, die Stimmung sei nach wie vor schlecht. Händler verwiesen darauf, dass es nach starken Kurseinbrüchen wie in den vergangenen Wochen oft eine technische Gegenreaktion gebe. "Nach dem starken Kursverfall von 6300 auf 5300 Punkte sehen wir hier eine öfters vorkommende 50-Prozent-Reaktion", sagte Alexander Koch, Aktienhändler bei KBC Bank Deutschland. Der Markt steige dann sehr schnell wieder um die Hälfte des zuvor verbuchten Verlustes an. "Und knapp 500 Punkte haben wir seit dem letzten Tiefstand schon wieder gut gemacht." Marktteilnehmer zeigten sich skeptisch, ob sich die Aufwärtsbewegung noch weiter fortsetzen werde. "Auch die Umsätze deuten jetzt nicht daraufhin, dass das große Geld in den Markt fließt", sagte Koch. Um eine positive Grundstimmung zu erreichen, bedürfe es erst positiver Nachrichten und Unternehmenszahlen.

Abwärtstrend noch intakt

Stefan Buchholz, Aktienhändler bei der DG Bank, sagte, der Dax befinde sich charttechnisch gesehen nach wie vor in einem Abwärtstrend. Der nächste Widerstand bei 5835 Punkten werde wohl nicht beim ersten Anlauf überschritten werden. "Erst wenn die Marke bei 5835 Punkten als Schlusskurs durchbrochen wird, kann der Markt noch weiter bis auf 6070 oder 6080 Punkte ansteigen." Der Dax könne sich dabei in der nächsten Zeit zwischen 5700 und 5835 Punkten bewegen, erläuterte Buchholz seine Prognose. Gestützt wurden die deutschen Standardwerte am Dienstag auch von den maßgeblichen US-Terminkontrakten, die auf einen freundlichen Börsenstart in den USA hinwiesen. Der Nasdaq-Future lag mit 18,5 Punkten im Plus, der Dow Jones-Future gewann 10 Punkte hinzu. Am Montag hatten die amerikanischen Aktienwerte uneinheitlich geschlossen. Der Dow-Jones-Index war um knapp zwei Prozent gestiegen, der technologielastige Nasdaq-Index hatte hingegen 0,5 Prozent verloren.

Telekom mit neuem Potential

Im deutschen Aktienhandel ragten bei den Standardwerten die Aktien der Deutschen Telekom mit einem Kursgewinn von mehr als sechs Prozent auf 27,61 Euro hervor. Börsianer sagten, die Aktie habe eine charttechnisches Kaufsignal geliefert, indem sie eine Widerstandsmarke nach oben durchbrochen habe. "Das minimale, kurzfristige Kurspotenzial nach oben geht bis zu 28,50 beziehungsweise 28,60 Euro", sagte Aktienhändler Buchholz. Zum anderen werde die Aktie durch so genanntes "Window Dressing" getrieben, sagte ein Händler. Dieser Begriff umschreibt Käufe von Fondsgesellschaften, um zum Ende des ersten Quartals die Gewichtung der Aktien in ihren Fonds mehr der Gewichtung im Index anpassen.

Kurszuwächse verbuchten auch die Titel der Dresdner Bank , deren Wert um zeitweise mehr als fünf Prozent auf 46,58 Euro stieg. Händler sagten, es gebe zwei große internationale Käufer am Markt. Zudem profitiere die Aktie von den anhaltenden Gerüchten über eine mögliche Übernahme durch die Allianz. Vor dem Hintergrund des positiven Nasdaq-Futures verteuerten sich auch die Technologiewerte. Die Aktien von Siemens stiegen um knapp 4 %, während die Anteile von SAP um 3,5 % und die von Epcos um 2,3 % zulegten.

FMC und Schering unter Druck

Auf der Verliererseite standen mehrheitlich weniger schwankungsanfällige Werte wie Fresenius Medical Care , deren Aktien um 2,8 % abgaben. Die Anteile von Schering und RWE büßten 2,1 % beziehungsweise 1,2 % ein. Das Nebenwertesegment MDax notierte mit einem Plus von 0,4 %.

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