Dresdner Bank macht Milliardenverlust: Investment-Banking bleibt Hauptverlustbringer

Dresdner Bank macht Milliardenverlust
Investment-Banking bleibt Hauptverlustbringer

Das Investmentbank-Geschäft ist im Jahr 2002 erneut der größte Verlustbringer für die zum Allianz-Konzern gehörende Dresdner Bank gewesen.

Reuters FRANKFURT. Der Vorsteuerverlust im Geschäftsbereich "Corporate & Markets" habe bei 1,997 Mrd. ? gelegen nach einem Verlust von 978 Mill. ? im Vorjahr, heißt es in dem am Mittwoch veröffentlichten Geschäftsbericht der Bank. Der Konzernverlust der Dresdner Bank in Höhe von 1,146 Mrd. ? vor Steuern war bereits bei der Allianz Bilanzvorlage vor zwei Wochen bekannt gegeben worden.

Das Ergebnis von Corporates & Markets sei durch die schwachen Kapitalmärkte und die weltweite Konjunkturschwäche belastet worden, teilte die Bank mit. Negativ habe sich zudem die im Vergleich zum Vorjahr noch einmal gestiegene Risikovorsorge ausgewirkt. Die Risikovorsorge sei dabei überwiegend auf Kreditgeschäft entfallen, das nicht mehr im strategischen Fokus der Bank liege und im Geschäftsjahr 2003 in die Restrukturierungseinheit der Bank verlegt werde. Die Verluste beim Finanzanlageergebnis in Höhe von 394 (Vorjahresverlust: 96) Mill. ? resultierten vor allem aus Bewertungskosten für das Private-Equity-Portfolio der Dresdner Bank, das ebenfalls in die Restrukturierungseinheit verlagert werde.

Im Geschäftsbereich "Private Kunden und Geschäftskunden" lag der Vorsteuerverlust 2002 bei 320 Mill. ? nach einem Fehlbetrag von 85 Mill. ? im Vorjahr. In der Vermögensverwaltung ging der Vorsteuergewinn auf 13 (Vorjahr: 71) Mill. ? zurück.

Im Bereich Corporate Items, in dem die Bank die Ergebniskomponenten ausweist, die den operativen Einheiten nicht direkt zuzuordnen sind oder den Gesamtkonzern betreffen, weist die Bank einen Vorsteuergewinn von 1,158 Mrd. ? aus. Unter anderem werden die nach der Fusion der Hypothekentöchter von Deutscher Bank, Dresdner Bank und Commerzbank zur neuen Eurohypo bei der Dresdner verbleibenden Immobilienaktivitäten unter Corporate Items erfasst.

Die Aktie der Dresdner-Bank-Konzernmutter Allianz notierte am Mittwochabend besser als der Markttrend mit knapp sechs Prozent im Plus bei knapp 51 ?.

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