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Dresdner Bank verkleinert ihr Lateinamerikageschäft

Die Allianz-Tochter Dresdner Bank plant ihr Lateinamerika-Geschäft zu verkleinern. Ein Sprecher der Dresdner-Bank bestätigte am Donnerstag in Frankfurt einen entsprechenden Bericht des "Handelsblatts". "Im Prinzip ist der Zeitungsbericht korrekt", sagte der Sprecher.

dpa-afx FRANKFURT. Die Allianz-Tochter Dresdner Bank plant ihr Lateinamerika-Geschäft zu verkleinern. Ein Sprecher der Dresdner-Bank bestätigte am Donnerstag in Frankfurt einen entsprechenden Bericht des "Handelsblatts". "Im Prinzip ist der Zeitungsbericht korrekt", sagte der Sprecher. Weitere Details wollte er aber nicht nennen. Sein Unternehmen informiere momentan die Mitarbeiter der Dresdner Bank Lateinamerika AG (Dbla) und werde eventuell gegen Mittag eine Mitteilung veröffentlichen, sagte er weiter.

Zuvor hatte das "Handelsblatt" in seiner Donnerstag-Ausgabe berichtet, dass die Dresdner Bank ihr Lateinamerika-Geschäft restrukturiert. Die Bank wird das Unternehmenskunden- und das Investmentbanking-Geschäft der Dresdner Bank Lateinamerika AG (Dbla) in die Dresdner Bank integrieren, berichtete die Zeitung unter Berufung auf Finanzkreise.

Verkauf DES Private-Banking-Geschäfts

Das Private-Banking-Geschäft der Lateinamerika-Tochter solle dagegen verkauft werden und die verbleibenden Aktivitäten ebenfalls an Dritte veräußert oder bis Ende des Jahres 2006 eingestellt werden. Der Vorstand der Dresdner Bank habe den Maßnahmen bereits zugestimmt. Bei der Integration und auch bei dem Verkauf werde es voraussichtlich zu Entlassungen kommen. Die Entlassungen sollen möglichst sozialverträglich vonstatten gehen, hieß es in den Kreisen.

Das Lateinamerika-Geschäft der Dresdner Bank stand seit einiger Zeit auf der Verkaufsliste des Instituts. Der Bereich war bereits als Restrukturierungsprojekt in der Institutional Restructuring Unit (IRU) angesiedelt. Die IRU-Einheit soll, so die Zeitung, im Rahmen der Neuausrichtung der Bank das verlustreiche oder nicht-strategische Geschäft bündeln. Seit die IRU Ende 2002 ihre Arbeit aufgenommen hat, habe sie Geschäft im Wert von knapp 25 Mrd. Euro veräußert. Zu Anfang umfasste die Einheit noch ein Volumen von insgesamt 35 Mrd. Euro.

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