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Dresdner-Chefvolkswirt sieht Wachstum bei 1,4 Prozent

Der Chefvolkswirt der Dresdner Bank, Klaus Friedrich, rechnet für das laufende Jahr in Deutschland mit einem Wirtschaftswachstum von 1,4 %.

rtr BERLIN. Anders als das Berliner Institut für Wirtschaftsforschung rechne er nicht damit, dass man weiter nach unten gehe müsse, sagte Friedrich am Dienstag in einem Gespräch mit dem Deutschlandradio Berlin. "Wir sehen einen der Hauptschuldigen an der Wachstumsverlangsamung in der Inflation, die den Bürgern die Kaufkraft aus den Taschen gezogen hat. Aber diese Inflation wird sich bessern, es sei denn, wir bekommen noch mal solche Unfälle wie BSE", sagte Friedrich dem Rundfunksender.

Den IG-Metall-Vorschlag, über deutliche Lohnzuwächse die Konjunktur anzukurbeln, hielt der Volkswirt für sehr gefährlich. Dies würde die Inflation weiter fördern und wäre zudem schädlich für die Beschäftigung im Land. Zu den optimistischeren Wachstumsprognosen der Bundesregierung sagte Friedrich, diese hingen noch einem Bild der deutschen Wirtschaft nach, bei dem der Zug bereits abgefahren sei.

Das DIW hatte zuvor seine Wachstumsprognose zurückgenommen und für 2001 nur noch ein Prozent Wachstum in Aussicht gestellt. Dabei wiesen die DIW-Experten auf Rezessionsgefahren im Euroraum hin. Mit seiner Wachstumsprognose liegt das DIW noch unter den Schätzungen anderer Institute. Das Bundesfinanzministerium erklärte unterdessen, es halte an der Prognose von rund zwei Prozent Wachstum für dieses Jahr fest.

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