"Dritte dürfen nicht über "Tagesschau"-Inhalte entscheiden"
ARD will notfalls vor Bundesverfassungsgericht ziehen

Die ARD will im Streit um das Recht auf Kurzberichterstattung über Bundesliga-Spitzenspiele notfalls bis vor das Bundesverfassungsgericht (BVG) gehen.

afp BERLIN/MÜNCHEN. Der stellvertretende ARD-Vorsitzende und SWR-Intendant Peter Voß sagte in der "Saarbrücker Zeitung", er sei "guter Dinge", dass sich die ARD am Ende "im Interesse des Zuschauers" gegen die Münchner Kirch-Gruppe durchsetze. Der Senderverbund werde an dem Recht festhalten, "in der Tagesschau selbst zu entscheiden, über welche Ereignisse in Wort und Bild berichtet wird". Das Landgericht München wollte noch im Laufe des Freitags über einen Antrag der ARD auf einstweilige Verfügung gegen die Kirch-Gruppe entscheiden. Die ARD hofft, nach einem für sie günstigen Urteil doch noch kurze Filmausschnitte aus den wichtigsten Spielen zum Start der neuen Saison am Samstag in der 20.00-Uhr-Ausgabe der "Tagesschau" zeigen zu können.

Entzündet hatte sich der Streit an der Entscheidung des Kirch-Senders SAT.1, die Sportsendung "ran" ab Samstag auf 20.15 Uhr nach hinten zu verlegen. Da die Kirch-Tochter ISPR die exklusiven Übertragungsrechte an den Spielen hält, darf die ARD nach Ansicht der Kirch-Gruppe vor der "ran"-Sendung keine Bilder mehr von den Spielen ausstrahlen. Die ARD argumentiert, dass das Münchner Unternehmen mit dieser Haltung einen Vertrag vom vergangenen Jahr verletzt. ARD-Sprecher Rüdiger Oppers warf der Kirch-Gruppe im "Bayerischen Rundfunk" erneut Vertragsbruch vor. Es dürfe nicht von Dritten bestimmt werden, über welche Spiele in der "Tagesschau" berichtet wird.

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