Dritte Handelswoche im Plus
Wall Street schafft die Wende

Nach deutlichen Kursgewinnen im späten Handel hat die Wall Street die dritte Woche in Folge im Plus beendet. Anleger hätten ausgewählte Aktien wie die des Chipkonzerns Intel und des Pharmakonzerns Merck & Co. in der Hoffnung gekauft, dass der Aufwärtstrend anhalten werde, sagten Händler.

Reuters NEW YORK. Der Dow-Jones-Index notierte zum Handelsschluss 1,52 Prozent fester auf rund 8444 Zählern. Die US-Technologiebörse Nasdaq legte deutlicher um 2,5 Prozent auf rund 1331 Punkte zu, und der breiter gefasste S&P-500-Index stieg um 1,72 Prozent auf rund 898 Zähler. Der Dow-Jones-Index und der S&P-Index lagen damit um 1,5 Prozent höher als vor einer Woche. Der Nasdaq-Index stieg während der Woche sogar um 3,4 Prozent.

"Wir sind an einem Punkt, wo die Anleger bei fallenden Kursen wieder einsteigen, anstatt bei Kursgewinnen zu verkaufen. Die Investoren wollen das nicht verpassen", sagte Todd Leone, Leiter Aktienhandel bei S.G. Cowen. "Es gibt noch viel uninvestiertes Geld, und ich denke, wir könnten bis zum Jahresende einen anhaltenden Aufwärtstrend bekommen. Darüber reden die Leute." Der Markt zeige sich widerstandsfähig, sagte Brian Belski, Marktstratege bei U.S. Bancorp Piper Jaffray. "Die Anleger sind mehr in Kaufstimmung."

Die Aktien von Intel und Merck hätten die Standardwerte im späten Geschäft angetrieben, sagten Händler. Die Titel gehörten zu den größten Gewinnern im Dow-Jones-Index. Intel-Aktien schlossen rund 6,1 Prozent fester auf 16,59 Dollar, Merck-Titel legten 4,8 Prozent auf 52,91 Dollar zu. Die Anleger hofften offenbar auf eine Genehmigung des Cholesterin-Medikaments Zetia möglicherweise noch am kommenden Wochenende, begründeten Händler die Gewinne. Die Aktien des Computerkonzerns IBM stiegen rund 3,4 Prozent auf 74,56 Dollar.

Die Aktien des Internethändlers Amazon.com verloren dagegen fast drei Prozent auf 19,30 Dollar. Das Unternehmen hatte zwar bei höheren Erlösen seinen Nettoverlust verringert. Die Investmenthäuser Bancorp Piper Jaffray und Prudential Securities stuften die Aktien des Konzerns jedoch herab. Die Titel seien weiter deutlich zu hoch bewertet, hieß es zur Begründung.

Die Aktien der drittgrößten US-Krankenversicherung Cigna Corp brachen rund 38 Prozent auf 39,395 Dollar ein. Das Unternehmen hatte am Freitag seine Prognosen für den operativen Gewinn im Geschäftsjahr 2003 gesenkt. Am Vortag hatte Cigna seine Vorhersagen für den Gewinn im dritten Quartal des laufenden Geschäftsjahres heruntergeschraubt.

Die schwachen US-Auftragsdaten hatten der Wall Street am Freitag zunächst einen flauen Handelsstart beschert. Im frühen Geschäft profitierten die Kurse jedoch nach Händlerangaben von den besser als erwartet ausgefallenen Daten zum Eingeheimabsatz in den USA. Der Absatz neuer Eigenheime war im September aufs Jahr umgerechnet um saisonbereinigt 0,4 Prozent auf die Rekordzahl von 1 021 000 Einheiten gestiegen. Von Reuters befragte Analysten hatten im Durchschnitt für den Berichtsmonat mit 991 000 verkauften Häusern gerechnet. Der weiterhin veröffentlichte Index zur Entwicklung des Verbrauchervertrauens sei zwar schwach ausgefallen, habe aber im Rahmen der Analystenerwartungen gelegen, sagten Börsianer.

An der New York Stock Exchange wechselten rund 1,33 Milliarden Aktien den Besitzer. 2224 Werte legten zu, 1040 gaben nach und 158 blieben unverändert. An der Nasdaq schlossen bei Umsätzen von 1,42 Milliarden Aktien 2064 im Plus, 1136 im Minus und zwei unverändert. An den US-Kreditmärkten stiegen die zehnjährigen Staatsanleihen um 6/32 auf 102-08/32. Sie rentierten mit 4,093 Prozent. Die 30-jährigen Bonds notierten mit 104.09/32 unverändert und hatten eine Rendite von 5,09 Prozent.

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