Dritte Verhandlungsrunde
Wien kündigt umfassendes Angebot für NS-Entschädigung an

afp WIEN. Die österreichische Regierung hat am Freitag für die nächste Runde der NS-Entschädigungsverhandlungen in Washington am 21. Dezember ein umfassendes Angebot angekündigt. Wie österreichische Medien berichteten, forderten die Opferanwälte bei der am Donnerstag eröffneten dritten Verhandlungsrunde insgesamt rund 750 Millionen Dollar (1,7 Milliarden Mark). US-Verhandlungsführer und Vizefinanzminister Stuart Eizenstat wollte nur bestätigen, dass die Summe unter einer Milliarde Dollar liegt. Die Unterhändler Österreichs und der USA hoffen bis Ende Januar auf ein Ende der Verhandlungen. Bis dahin stünden aber noch harte Gespräche an, sagten Vertreter beider Seiten in Wien.

Von dem angekündigten österreichischen Angebot hänge "alles" ab, sagte der Opfer-Anwalt Ed Fagan. "Die Verhandlungen könnten platzen, wenn das Angebot unzureichend ist", warnte Fagan vor der Presse in Wien. Österreich hatte bereits im September eingewilligt, sechs Milliarden Schilling (857 Millionen Mark) an überlebende NS-Zwangsarbeiter zu zahlen. Die Verhandlungen drehen sich nun vor allem um die Frage, welche Arten der von den Nazis beschlagnahmten Vermögenswerte entschädigt werden müssen.

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