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Dritter Adventssamstag ließ die Kassen klingeln - Einzelhandel zufrieden

Zwei Wochen vor Weihnachten haben sich die Bundesbürger am dritten verkaufsoffenen Adventssamstag kauffreudig wie lange nicht mehr gezeigt. Der Sprecher des Einzelhandel-Hauptverbandes HDE, Hubertus Pellengahr, sagte: "Selbst das gute Geschäft vom vergangenen Samstag ist noch übertroffen worden.

dpa-afx BERLIN. Zwei Wochen vor Weihnachten haben sich die Bundesbürger am dritten verkaufsoffenen Adventssamstag kauffreudig wie lange nicht mehr gezeigt. Der Sprecher des Einzelhandel-Hauptverbandes HDE, Hubertus Pellengahr, sagte: "Selbst das gute Geschäft vom vergangenen Samstag ist noch übertroffen worden. Die Stimmung ist äußert gut." Die Innenstädte und Geschäfte waren gerammelt voll. Traditionell ist der 3. Adventssamstag der Umsatzstärkste. In diesem Jahr erwartet der HDE jedoch, dass am vierten Samstag noch einmal zugelegt werden kann, da dann bis Heiligabend noch eine Woche hin ist.

Als Renner erwies sich diesmal neben Spielwaren, Bücher, Unterhaltungselektronik und Schmuck auch Winterbekleidung, da es merklich kühler geworden ist. Der Geschäftsführer des bayerischen Einzelhandels, Bernd Ohlmann, sagte: "Die Kunden haben wieder Spaß am Kaufen." Der Präsident des hessischen Einzelhandelsverbandes, Frank Albrecht, meinte, auch die Nachricht von der Einigung über die Opel-Sanierungspläne habe zu einer besseren Stimmung beigetragen: "Weihnachten findet statt, und es wird viel geschenkt." Der Geschäftsführer der Leipziger Galeria Kaufhof , Klaus-Peter Kempf, berichtete: "Das Haus ist voll, auf den Rolltreppen stehen die Menschen dicht gedrängt."

Der Vorsitzende der deutschen Phono-Verbände, Gerd Gebhardt, sagte der dpa, beim adventlichen Geschenkekauf seien CDs und Musik-Dvds in diesem Jahr stärker gefragt. "Das Weihnachtsgeschäft mit Musik ist sehr gut angelaufen." Der Absatz liege bisher über dem Vorjahr. Renner seien Robbie Williams, U2, Seal und Eminem. Auch deutsche Künstler wie Juli, Silbermond oder Sarah Connor seien stark gefragt. Die Branche erwartet, dass diesmal rund drei Mill. Musik-Dvds unter den Weihnachtsbäumen liegen werden.

Demgegenüber berichtete das Nachrichtenmagazin "Der Spiegel", dass trotz einiger positiver Signale die Umsätze des Handels im laufenden Weihnachtsgeschäft zum dritten Mal hintereinander sinken. Immerhin 52 Prozent der Bundesbürger, so das Ergebnis einer repräsentativen Umfrage von TNS Infratest im Auftrag des Magazins, wollen in diesem Jahr weniger Geld für Weihnachtsgeschenke ausgeben als 2003. Damit liegt der Anteil der Sparer noch um drei Prozentpunkte höher als bei einer ähnlichen Umfrage vor einem Jahr. Nur eine Minderheit von zehn Prozent will laut Umfrage aktuell mehr für Geschenke ausgeben.

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