Dritter Transport in diesem Jahr
Atommüll auf dem Weg nach Süden

Ein mit abgebrannten Brennstäben aus den Kraftwerken Krümmel und Brokdorf beladener Atomtransport rollt seit dem frühen Donnerstagmorgen von Maschen bei Hamburg in Richtung Süden.

dpa HAMBURG. Die insgesamt vier Castor-Behälter waren in der Nacht in getrennten Transporten zu dem Rangierbahnhof vor den Toren der Hansestadt gebracht worden. Ziel des dritten Atomtransportes in diesem Jahr sind die Wiederaufbereitungsanlagen La Hague in Frankreich und Sellafield in Großbritannien. Zuvor sollen noch weitere Waggons mit Castor-Behältern aus dem Kernkraftwerk Mülheim- Kärlich in Rheinland-Pfalz und weiteren Anlagen in Süddeutschland angekoppelt werden.

Demonstranten hatten in der Nacht in Schleswig-Holstein den Transport der Brennstäbe aus Brokdorf für rund viereinhalb Stunden blockiert. 14 Atomkraftgegner verankerten sich nach Angaben des Bundesgrenzschutzes (BGS) auf der Strecke von Brunsbüttel, wohin der Atommüll zuvor per Lastwagen gebracht worden war, in Richtung Hamburg. Mit Ketten und Rohren hatten sich die Demonstranten unter den Schienen befestigt. Ums sie zu entfernen, mussten die Gleise nach Angaben eines BGS-Sprechers angehoben werden. Rund 60 Beamte waren im Einsatz. Der Transport aus Krümmel erreichte den Rangierbahnhof Maschen ohne Zwischenfälle.

Um 5.30 Uhr habe der nun zusammengekoppelte Zug Maschen in Richtung Süden verlassen, teilte der BGS mit. Die Strecke führe über Bremen und Osnabrück, sagte der Sprecher ohne weitere Einzelheiten zu nennen.

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