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Drogenkrieg im Ruhrgebiet: Zwei Mordopfer gefunden

Herne (dpa) - Ein blutiger Drogenkrieg einer Bande aus dem Ruhrgebiet mit bisher fünf Toten hat zwei weitere Opfer gefordert. Bei den am Donnerstag in Herne gefundenen Leichen handele es sich um zwei 21 und 33 Jahre alte Georgier, die der Drogenszene angehört hätten, berichtete die Polizei am Freitag.

Herne (dpa) - Ein blutiger Drogenkrieg einer Bande aus dem Ruhrgebiet mit bisher fünf Toten hat zwei weitere Opfer gefordert. Bei den am Donnerstag in Herne gefundenen Leichen handele es sich um zwei 21 und 33 Jahre alte Georgier, die der Drogenszene angehört hätten, berichtete die Polizei am Freitag.

Sie kamen aus Ostwestfalen und dem Ruhrgebiet. Die Obduktion der stark verwesten Leichen habe ergeben, dass die Männer erschossen wurden. Ein Verdächtiger im Zusammenhang mit der Mordserie, der im vergangenen Winter bereits fünf Menschen zum Opfer gefallen waren, habe die Polizei auf die Spur der Toten gebracht. Die Leichen wurden auf einer brach liegenden Halde in rund einem Meter Tiefe vergraben. Sie lagen rund 300 Meter entfernt von dem Fundort des ersten Opfers des Drogenkriegs. «Es handelt sich um eine außergewöhnliche Häufung von Tötungsdelikten», sagte Staatsanwalt Michael Nogaj.

Bereits im Februar hatte die Staatsanwaltschaft über die Morde im vergangenen Dezember und Januar berichtet. In diesem Zusammenhang hatte die Polizei bis Februar sechs Mitglieder einer überwiegend aus Russlanddeutschen bestehenden Drogenbande gefasst. Vier Opfer wurden gefesselt und kaltblütig erschossen. Getötet wurden ein 32-jähriger türkischer Immobilienmakler aus Düsseldorf und drei niederländische Drogenhändler im Alter zwischen 21 und 28 Jahren. Das fünfte Opfer war ein 29-jähriges Bandenmitglied aus Düren.

Der Kopf der Bande, ein 20 Jahre alter Russlanddeutscher, sei durch die Aussage des Verdächtigen schwer belastet worden, so die Polizei. Der 20-Jährige hatte unweit des Brachgeländes in Herne seine Wohnung. Er sitzt mit seinen fünf mutmaßlichen Komplizen in Untersuchungshaft. Ein weites Bandenmitglied soll auf der Flucht sein. Die Gewaltbereitschaft der Männer wird von den Ermittlern als «extrem hoch» eingeschätzt. Über weitere mögliche Opfer machte die Polizei keine Angaben.

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