Drogenverfahren
Singapur: Julia Bohl will sich schuldig bekennen

Die in Singapur wegen Drogendelikten inhaftiere Deutsche Julia Bohl will sich vor Gericht in drei Hauptanklagepunkten schuldig bekennen.

dpa SINGAPUR. Wie ihr Anwalt Subhas Anandan am Freitag mitteilte, solle dies am 21. Juni geschehen, woraufhin bereits eine Entscheidung über das Strafmaß zu erwarten sei. Mit dem Eingeständnis solle dem Bezirksgericht in dem Stadtstaat Entgegenkommen signalisiert werden, hieß es im Umfeld des Verfahrens. Anandan sagte, eine Haftstrafe von weniger als vier Jahren sei durchaus möglich.

Die Staatsanwaltschaft habe in einer Vorverhandlung zugestimmt, sich neben dem Konsum und Besitz von Rauschgift auf einen dritten Anklagepunkt zu konzentrieren, wonach die 22-Jährige Drogenhandel in ihrer Wohnung zugelassen habe, sagte Anandan. Zum Verlauf des Verfahrens sagte er: "Ich bin weiterhin ziemlich zuversichtlich."

Die junge Frau, die am Freitag erneut in Handschellen vorgeführt wurde, lächelte, als sie ihre Mutter im Gerichtssaal sah. Das Gericht hatte bereits zwei Mal die Schwere der Anklage verringert. Der Deutschen hatte zunächst die Todesstrafe gedroht, bis der Vorwurf des schweren Drogenhandels zurückgenommen wurde. Vor zwei Wochen wurden schließlich alle Anklagepunkte zum Rauschgifthandel fallen gelassen. Julia Bohl war am Mitte März in Singapur festgenommen worden.

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%