Drohung der Opposition
Obasanjo zum Wahlsieger in Nigeria erklärt

Nach Bekanntgabe des Endergebnisses bei der Präsidentenwahl in Nigeria hat die Opposition dem wiedergewählten Amtsinhaber Olusegun Obasanjo mit Konsequenzen gedroht. "Dies war keine Wahl", sagte am Mittwoch Don Etiebet, Vorsitzender der Allnigerianischen Volkspartei (ANPP).

HB/dpa ABUJA. "Die Menschen werden wissen, was zu tun ist, wenn ihr Mandat auf diese Weise niedergetrampelt wird." Internationale Wahlbeobachter hatten zuvor Unregelmäßigkeiten und Wahlbetrug festgestellt.

Nach dem am Dienstagabend verkündeten Endergebnis konnte Amtsinhaber Obasanjo bei der Wahl am Samstag 62 % der Stimmen erzielen. Sein Hauptrivale, der aus dem muslimischen Norden stammende Ex-General und ANPP-Kandidat Muhammadu Buhari, errang lediglich 32 % der Stimmen. Die Wahlbeteiligung in dem bevölkerungsreichsten Land Afrikas lag nach Angaben der Wahlkommission bei rund 68 %.

Die EU-Beobachterkommission hatte am Dienstag schwere Unregelmäßigkeiten bei der Präsidentschaftswahl festgestellt. Aus 13 der insgesamt 36 Bundesstaaten seien "Hinweise auf weit verbreiteten Wahlbetrug" eingegangen, erklärte der Leiter der EU- Beobachtermission, Max van den Berg, in der Hauptstadt Abuja.

Nach der Ernennung von Obasanjo zum Wahlsieger zogen in mehreren Städten des Landes Sicherheitskräfte auf. Obasanjo bezeichnete die Wahl in einer Fernsehansprache als "friedlich, frei und transparent". Ein Spitzen-Mitarbeiter des wiedergewählten Präsidenten, Waziri Mohammed, hatte zuvor Unregelmäßigkeiten "hier und dort" eingeräumt. Diese hätten aber nicht das Gesamtergebnis beeinträchtigt. Die meisten Vorwürfe seien haltlos, sagte er im britischen Rundfunk BBC.

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