Drohung mit Rücktritt
Nächtliche Krisensitzung - FPÖ vor der Zerreißprobe

Der Machtkampf in der FPÖ geht weiter: Parteichefin Riess-Passer droht mit Rücktritt. Beobachter erwarten jetzt sogar eine Rückkehr von Jörg Haider an die Spitze der rechten Partei.

FPÖ-Machtkampf geht weiter - Riess-Passer droht mit Rücktritt =

dpa WIEN. Der schwere Machtkampf innerhalb der in Österreich mitregierenden "Freiheitlichen" (FPÖ) geht weiter. Die Parteivorsitzende und Vizekanzlerin Susanne Riess-Passer kündigte nach zwölfstündigen, offenbar ergebnislosen Verhandlungen des Parteivorstandes am Mittwochmorgen in Wien erneut ihren Rücktritt vom Parteiamt an, sollte ein Sonderparteitag tatsächlich die strittigen Fragen entscheiden. "Dann ist das ein Misstrauensvotum" für die FPÖ - Ministerriege, begründete sie ihre Position.

Am Vorabend hatten mehr als die Hälfte der Delegierten des letzten Parteitages als Anhänger des bisher unterlegenen Kärntener Landeshauptmannes Jörg Haider einen solchen außerordentlichen Parteitag verlangt. Er solle am 13. Oktober stattfinden. Innerhalb der FPÖ wurde damit gerechnet, dass Haider gegen Riess-Passer auf diesem Parteitag eine klare Mehrheit erhält und wieder an die FPÖ - Spitze zurückkehrt.

Die 380 Delegierten, die einen Sonderparteitag gegen die amtierende Führung erzwingen wollen, müssten ihren Antrag zurückziehen, verlangte Riess-Passer. Sonst würden auch ihre drei Stellvertreter ihre Ämter zur Verfügung stellen.

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