Druck auf die Zulieferer wächst
Top-Manager verlangen Preisnachlässe

Deutschlands Top-Manager treten angesichts der anhaltenden Krise weiter auf die Kostenbremse - und dies bekommen vor allem die Zulieferer zu spüren.

bef/ajo DÜSSELDORF. Nach Ergebnissen des Handelsblatt Business-Monitors im Juni setzen 68 % der befragten Führungskräfte darauf, zur Krisenbewältigung die Produktpreise ihrer Zulieferer zu drücken. Zu diesem Mittel greifen Unternehmen aus sämtlichen Branchen. Doch ist die Neuverhandlung der Preise vor allem bei Großunternehmen im Fahrzeug- und Maschinenbau sowie im Baugewerbe beliebt, ergab die Befragung.

Jüngstes Beispiel ist der Automobilzulieferer Beru: "Wir sind durch die Bank bei allen Herstellern mit Forderungen nach Preisreduzierungen um 5 bis 10 % konfrontiert", erklärte gestern Vorstandsmitglied Rainer Podeswa. Die Zulieferer spüren den Druck aber nicht nur an der Preisfront. Viele Hersteller versuchen, Kosten und Risiken auf die Zulieferer zu verlagern. Dabei geht es nicht nur um die Vorfinanzierung von Entwicklungen, sondern auch Gewährleistungsrisiken oder einseitige Verlängerung von Zahlungsfristen. Daran hätten auch die "Grundsätze zur Partnerschaft" nichts geändert, die Ende 2001 im Verband der Automobilindustrie verabschiedet wurden, heißt es bei den Zulieferern.

In der Hitliste der Mittel zur Krisenbewältigung steht bei Deutschlands Top-Managern neben dem billigeren Einkauf die Senkung der Personalkosten ganz oben. Etwa die Hälfte der vom Psephos-Institut befragten Führungskräfte verordnen ihrem Unternehmen einen Einstellungsstopp, 40 % von ihnen greifen sogar zu Entlassungen.

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