Druck auf Kongress wächst
USA seit März in der Rezession

Die amerikanische Wirtschaft befindet sich nach zehnjährigem Aufschwung seit März 2001 in der Rezession. Das teilte das National Bureau of Economic Research (NBER) am Montag in Washington mit. Damit ist der bislang längste Boom in der US-Geschichte zu Ende. Das NBER spricht von einer Rezession, wenn die wirtschaftliche Aktivität deutlich und dauerhaft zurückgeht. Die Entscheidung der sechs Ökonomen wird von Politik und Wirtschaft in den USA als offizielle Lesart akzeptiert.

tor NEW YORK. Die Finanzmärkte reagierten kaum auf die Nachricht. "Das Schlimmste haben wir bereits hinter uns", kommentierte Cary Leahey, Ökonom bei der Deutschen Bank in New York, die Mitteilung. Er geht davon aus, dass sich die US-Wirtschaft schon wieder auf dem Weg der Besserung befindet und rechnet im 2. Quartal 2002 mit neuem Wachstum. Er verwies auf das steigende Verbrauchervertrauen und die Erholung der Aktienmärkte. Entscheidend für die Rezessionserklärung des NBER sei die steigende Arbeitslosigkeit gewesen, sagte Leahey. Die Arbeitslosenquote war im Oktober um einen halben Prozentpunkt auf 5,4 % gestiegen. Experten rechnen mit einem weiteren Anstieg über die Sechs-Prozent-Marke.

Präsident George W. Bush forderte den US-Kongress nach der NBER-Erklärung auf, das geplante Konjunkturpaket möglichst schnell zu verabschieden. Bislang konnten sich Repräsentantenhaus und Senat nicht auf einen gemeinsamen Entwurf einigen.

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