Druck auf Taliban-Regierung
Diplomaten fordern Rot-Kreuz-Besuch bei Inhaftierten

Nach dem Scheitern ihrer Mission in Kabul haben die westlichen Diplomaten die afghanische Taliban-Miliz aufgefordert, dem Internationalen Roten Kreuz den Besuch der acht inhaftierten Ausländer zu gestatten.

afp ISLAMABAD. Dies wäre ein "willkommener Schritt", sagte der australische Konsul Alastar Adams am Mittwoch im pakistanischen Islamabad. Der "Außenminister" der international nicht anerkannten Taliban, Wakil Achmed Mutawakel, hatte am Dienstag einen solchen Besuch in Aussicht gestellt. Die Vertreter Deutschlands, Australiens und der USA hatten die afghanische Hauptstadt nach mehreren Tagen wieder verlassen müssen, ohne die acht Mitarbeiter der Hilfsorganisation Shelter Now gesehen zu haben.

Die USA würden einen Besuch von Mitarbeitern des Internationalen Roten Kreuzes bei den Inhaftierten als "positive Entwicklung" bewerten, sagte ein Sprecher der US-Botschaft in Islamabad. Dennoch bestehe sein Land weiterhin darauf, dass die Taliban den Gefangenen das international verbriefte konsularische Besuchsrecht gewährten. Die acht Ausländer - vier Deutsche, zwei US-Bürger und zwei Australier - werden zusammen mit 16 afghanischen Kollegen seit Anfang August festgehalten. Sie sollen christlich missioniert haben.

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