Druck bleibt
Koizomi übersteht Misstrauensantrag

280 Abgeordnete der Regierungskoalition stimmten gegen den Antrag, 185 Parlamentarier des Oppositionslagers dafür.

HB TOKIO. Das japanische Parlament hat am Dienstag einen Misstrauensantrag der Opposition gegen Regierungschef Junichiro Koizumi abgelehnt. Die Opposition hatte den Misstrauensantrag unter anderem mit der "Unfähigkeit" der Regierung begründet, wirkungsvolle Maßnahmen zur Gesundung der Wirtschaft zu ergreifen. Sie beklagte zudem, dass die Regierung wichtige Gesetze zur Post - und Gesundheitsreform im Parlament durchpeitschen wolle. Koizumi mangele es zudem an Kraft, politische Korruption auszumerzen.

Der seit April vergangenen Jahres regierende Koizumi war einst wie ein Nationalheld gefeiert worden, der wie kein anderer vor ihm die Massen mit einprägsamen Slogans für seine Reformpolitik begeistern konnte. Doch inzwischen sieht er sich schwerer Kritik ausgesetzt, weil sich vor allem die Wirtschaftslage Japans nicht durchgreifend gebessert hat.

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