Druck der banken wird immer größer
Kirch-Gruppe will Kasse durch Verkauf in Spanien füllen

Die finanziell angeschlagene Kirch-Gruppe will ihre Kasse durch den Verkauf einer Beteiligung an dem spanischen Fernsehsender Telecinco auffüllen.

dpa-afx MÜNCHEN. "Die Telecinco-Beteiligung steht zur Disposition", sagte ein Kirch-Sprecher am Mittwoch in München. Nach Informationen der "Süddeutschen Zeitung" ist auch bereits ein Käufer für den 25-prozentigen Anteil gefunden, der rund 1 Mrd. DM (511 Mill. Euro) zahlen will. Dies wollte der Kirch- Sprecher aber nicht bestätigten.

Der Druck der Banken auf den hoch verschuldeten Medienkonzern wird unterdessen immer größer. Nach einem Bericht der "Financial Times Deutschland" (FTD) wollen mindestens zwei Banken im ersten Quartal des kommenden Jahres ihre Kredite zurück fordern. Kirch stehe unter anderem bei der Deutschen Bank und der Commerzbank mit Milliardenkrediten in der Schuld.

Der Sprecher der Kirch-Gruppe wollte sich nicht zu den Berichten äußern. Die Kirch-Gruppe kommentiere die Beziehungen zu den Banken grundsätzlich nicht. Bereits am Montag war bekannt geworden, dass die Dresdner Bank einen Kredit an die Kirch-Gruppe noch in diesem Jahr zurückfordern will. Auch die Bank hatte allerdings keine Stellungnahme dazu abgegeben.

In den vergangenen Tagen war wegen der finanziellen Schieflage der Kirch-Gruppe über eine feindliche Übernahme durch den Medienmogul Rupert Murdoch spekuliert worden. Trotz eines Dementis von Murdochs Konzern News Corp ist diese Gefahr nach Einschätzung von Branchenkennern nicht aus der Welt.

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