Druck für Trainer Claudio Ranieri ist groß
Russischer Frühling in London

Milliardär Roman Abramowitsch hat aus dem FC Chelsea einen europäischen Topklub gemacht - seine Motive sind unklar.

LONDON. Es gibt ein Foto von Roman Abramowitsch, das zeigt ihn in Jeansanzug und T-Shirt, die Hände in die Hosentasche gesteckt, eben genau so, wie man sich einen Multimilliardär nicht vorstellt. Das Foto ist aus weiter Entfernung aufgenommen worden, und der Fotograf hatte Glück, dass Abramowitsch ihn nicht bemerkte. Vor ein paar Wochen hat es mal ein Fan im Stadion an der Stamford Bridge gewagt, den neuen Eigentümer des FC Chelsea abzulichten. Sofort waren die Bodyguards zur Stelle und verlangten die Herausgabe des Films.

Abramowitsch mag keine öffentlichen Auftritte. Es gibt keine Pressekonferenzen mit ihm und nur autorisierte Fotos, die ihn in der Pose des generösen Vereinspatrons zeigen. Abramowitsch hat einen Wohnsitz in London, seine Kinder sollen hier zur Schule gehen, das ist sicherer als in Russland. Dem Team hat er sich zum Amtsantritt im Sommer 2003 mit einer kurzen Rede vorgestellt. Seitdem hält er sich im Hintergrund und ist doch allgegenwärtig.

Für 87 Millionen Euro hat der Russe den FC Chelsea gekauft, Schulden in Höhe von 120 Millionen Euro getilgt und knapp 200 Millionen Euro in neues Personal investiert. Chelsea ist so gut besetzt, dass in jedem Spiel der eine oder andere Topstar fehlen wird. Heute Abend, im Achtelfinal-Hinspiel der Champions League beim VfB Stuttgart, sind dies: der Rumäne Adrian Mutu, der Franzose Marcel Desailly, der Argentinier Juan Sebastian Veron, vielleicht auch noch dessen Landsmann Hernan Crespo und der Ire Damian Duff. Sie alle sind verletzt.

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