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Druckindustrie leidet unter Werbeflaute

Rückläufige Umsätze trüben nach Verbandsangaben die Erwartungen der deutschen Druckindustrie für das laufende Jahr. "Wir sind mit der aktuellen Lage nicht zufrieden" sagte der Präsident des Bundesverbandes Druck und Medien, Alexander Schorsch, am Donnerstag in Frankfurt.

Reuters FRANKFURT. Schorsch sagte weiter, insbesondere die Flaute in der Werbung schlage deutlich auf die Geschäfte. Fast zwei Drittel des Umsatzes der Druckereien entfallen auf die Produktion von Werbezeitungen, -katalogen und Anzeigenblättern. In den ersten fünf Monaten setzten die statistisch erfassten 1914 Betriebe mit mehr als 20 Mitarbeitern preisbereinigt mit 13,7 Mrd. DM 1,6 Prozent weniger gegenüber den Vergleichsmonaten des Vorjahres um.

Auch der Export, der in den vorausgegangenen Jahren für kräftige Zuwachsraten sorgte, kann das Bild nach Verbandsangaben nicht aufhellen. Waren die Auslandsumsätze in den letzten Jahren noch prozentual zweistellig gewachsen (plus 16,3 Prozent allein im Jahre 2000), fielen sie in den ersten fünf Monaten dieses Jahres um 6,1 Prozent unter das Vorjahresniveau. Die Erträge der Druckereien leiden nach wie vor unter den hohen Papierpreisen, die im Mai 8,4 Prozent höher waren als Ende 2000. Damit werde die geschätzte Durchschnittsrendite vor Steuern, die im letzten Jahr noch bei rund 2,5 Prozent lag, dieses Jahr nicht zu halten sein, sagte Schorsch. Für das laufende Jahr erwartet er für die Branche, die 136 000 Menschen beschäftigt, kein reales Wachstum.

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