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Druckmaschinen-Großauftrag für MAN Roland aus Großbritannien

Der Druckmaschinenhersteller MAN Roland hat mit dem Zuschlag zur Lieferung von 22 Druckmaschinen an ein Tochterunternehmen der australischen News Corporation nach eigenen Angaben einen der größten Aufträge in der Firmengeschichte erhalten.

dpa-afx AUGSBURG/LONDON. Der Druckmaschinenhersteller MAN Roland hat mit dem Zuschlag zur Lieferung von 22 Druckmaschinen an ein Tochterunternehmen der australischen News Corporation nach eigenen Angaben einen der größten Aufträge in der Firmengeschichte erhalten. Der Zuschlag umfasse die Lieferung von Zeitungsdruckmaschinen des neuen Typs "Colorman, XXL" mit Zubehör nach Großbritannien, hieß es in einer am Dienstag veröffentlichten Pflichtmitteilung. Nach Informationen aus Branchenkreisen hat der Auftrag ein Volumen von über 300 Mill. Euro.

Die MAN Roland selbst spricht offiziell von einem Auftragsvolumen "im dreistelligen Millionen-Euro-Bereich". Die Lieferung und Montage der Anlagen erstrecke sich über die nächsten vier Jahre. Die Maschinen der MAN Roland sind Teil eines Modernisierungsprogramms bei der News International Supply Company. Das Unternehmen ist Teil der australischen News Corporation, die zur Murdoch-Gruppe gehört. Zu den Printtiteln, die künftig auf den neuen Colorman-Anlagen gedruckt werden, zählen "The Times", "The Sunday Times", das Massenblatt "The Sun" und "News of the World".

"Unterschrift NUR Formsache"

Die News Corporation hatte ihrerseits am Dienstag weitere Investitionen in den britischen Zeitungsmarkt in Höhe von 600 Mill. Pfund (rund 871,2 Mill. Euro) angekündigt. Der Konzern will die größten Druckereien in London von Wapping nach Enfield verlagern und in den kommenden vier bis fünf Jahren in die Anlagen in Glasgow und Knowsley (in der Nähe von Liverpool) investieren.

Der Großauftrag für die MAN Roland ist nach Aussage eines Sprechers des Mutterkonzerns MAN "durchverhandelt". Alle Details seien geklärt und die Unterschrift unter den Vertrag sei "nur noch eine Formsache". Der Auftrag werde "zum jetzigen Stand der Dinge noch im vierten Quartal verbucht werden", sagte der Sprecher weiter. Die Prognose für das Schlussquartal bleibe jedoch vorerst unverändert.

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