Druckmaschinenbauer in der Flaute
MAN Roland streicht weitere Stellen

Der Druckmaschinenbauer MAN Roland will wegen der andauernden Auftragsflaute 540 Mitarbeiter entlassen. Rund 70 weitere Beschäftigte sollen gehen, wenn sich die Lage bis August nicht bessere, bestätigte Unternehmenssprecher Thomas Hauser am Mittwoch in Augsburg einen Zeitungsbericht.

HB/dpa OFFENBACH/AUGSBURG. Etwa 300 Arbeitsplätze sollen am Standort Augsburg wegfallen, der Rest in Offenbach und anderen Standorten im Rhein- Main-Gebiet. Damit schrumpfe die Mitarbeiterzahl auf 9800.

Bereits im vergangenen Jahr hatte MAN Roland im Frühjahr 576 und im November 373 Stellen gestrichen. Ein Teil der Betroffenen sei in eine neu gegründete Personalentwicklungsgesellschaft übernommen worden. Als Grund für die Entlassungen nannte Hauser Gewinneinbrüche. Nach dem Rekordjahr 2001 ging das Vorsteuerergebnis um fast 90 % auf zehn Mill. ? zurück. Der Auftragseingang sank um rund ein Viertel auf 1,5 Mrd. ? gesunken. Schlecht lief vor allem die Nachfrage nach Bogenoffset-Maschinen, die im Rhein-Main- Gebiet gefertigt werden. Hier musste das Unternehmen Verluste von 43 Mill. ? verkraften.

Die Verhandlungen über den Interessensausgleich mit den 240 Mitarbeitern, die im Rhein-Main-Gebiet entlassen werden sollen, seien allerdings in dieser Woche gescheitert, sagte Hauser. Nun müsse die Einigungsstelle angerufen werden. Manfred Dreibus von der Gewerkschaft Metall in Offenbach kritisierte, dass die Stellenstreichungen "wie ein Ultimatum" gestellt worden seien. Er will sich für eine sozialverträgliche Lösung einsetzen.

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