Druckwasserreaktor gilt als besonders sicher
Framatome ANP hofft auf Finnland-Auftrag

Der deutsch-französische Kernkraftwerksanbieter Framatome ANP hofft auf den Zuschlag für den Bau des fünften finnischen Atommeilers, den das Parlament in Helsinki beschlossen hat.

wil DÜSSELDORF. Es wäre der zweite Bau eines Kernkraftwerks in der EU nach dem Tschernobyl-Unfall 1986. Nur Frankreich hatte 1991 einen neuen Reaktor errichtet. Der finnische Auftrag hat ein Volumen von zwei Milliarden Euro. Zu Beginn der Woche gab der finnische Kraftwerksbetreiber TVO bekannt, dass das Bieterverfahren im Spätsommer beginnt. Neben dem Framatome-Konzern, an dem Siemens zu 34 Prozent beteiligt ist (über 50 Prozent hält die französische Staatsholding Areva), wollen General Electric, Westinghouse und das russische Atomenergieministerium mitbieten. Offen ist noch der Standort. Noch nicht entschieden ist auch der Typ des neuen Reaktors, der in etwa acht Jahren in Betrieb gehen soll. Framatome will den Finnen den Druckwasserreaktor EPR anbieten, der als besonders sicher gilt. Den finnischen Auftrag hätte Framatome bitter nötig: Zuletzt wurde zwar im Februar ein Druckwasserreaktorneubau im chinesischen Ling'ao abgeliefert. Mit dem Zuschlag in Finnland erhofft sich Framatome einen Auftragsschub für die Modernisierung der 59 französischen Atomkraftwerke.

Quelle: Wirtschaftswoche

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