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DSGV begrüßt Umdenken der internationalen Großbanken bei Basel II

Mit der Forderung des Institutes of International Finance (IIF) nach einer freien Wahl zwischen ...

Mit der Forderung des Institutes of International Finance (IIF) nach einer freien Wahl zwischen Standardansatz, Basis- und Fortgeschrittenem Ansatz für das interne Rating schwenken die Geschäfts- und Investmentbanken auf die Linie des Deutschen Sparkassen- und Giroverbandes (DSGV) ein. In einem Schreiben an den Vorsitzenden des Baseler Ausschusses für Bankenaufsicht, Jaime Caruana, hat der Vorsitzende des Regulierungsausschusses des IIF, Daniel Bouton, diese freie Wahl ausdrücklich gefordert.
"Es ist gut, dass die privaten Großbanken in dieser Frage offensichtlich einlenken. Das erhöht die Chancen für eine rasche Einigung und zeitnahe Verabschiedung von Basel II", begrüßt Dr. Holger Berndt, Geschäftsführendes Vorstandsmitglied des DSGV, dieses Umdenken. "Besonders für Staaten- und Bankenforderungen ist eine Ausnahme von den internen Ratingansätzen sinnvoll und geboten. Aus diesen Grund haben wir die Möglichkeit für einen Partial Use schon immer gefordert".
Mit der Zulassung des "Partial Use" hätten die Banken die Möglichkeit, unterschiedliche Teile ihres Kreditportfolios nach dem jeweils adäquaten Ansatz zu beurteilen. Während Kredite an Unternehmen an ein internes Rating gebunden würden, kämen für Kommunalkredite wie bisher eine Nullgewichtung in Betracht. Gleichzeitig könnten inländische Bankforderungen ohne Rating gemäß dem Standardsatz von 20% mit Eigenkapital unterlegt werden.
Mit der Forderung nach dem Partial Use greifen die internationalen Großbanken erneut eine langjährige Forderung deutscher Kreditinstitute auf. Bereits bei der Frage der Behandlung von erwarteten Verlusten schwenkten allen voran die US-Institute auf die deutsche Position ein, wonach erwartete Verluste nicht mit Eigenkapital unterlegt werden sollen, sondern über Wertberichtigungen abgedeckt sind. Im aktuellen Entwurf der zweiten Baseler Eigenkapitalverordnung müssen nur noch unerwartete Verluste unmittelbar mit Eigenkapital unterlegt werden.

Quelle: FINANZ BETRIEB, 20.01.2004

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