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DStV fordert die Einführung einer steuerbegünstigten Eigenkapitalrücklage für kleine und mittlere Unternehmen

Der Deutsche Steuerberaterverband e.V. (DStV) forderte auf dem 26. Deutschen Steuerberatertag 2003 ...

Der Deutsche Steuerberaterverband e.V. (DStV) forderte auf dem 26. Deutschen Steuerberatertag 2003 in Erfurt die Einführung einer steuerbegünstigten Eigenkapitalrücklage für kleine und mittlere Unternehmen, in die Gewinne steuerfrei eingestellt werden können. Erst bei Auflösung dieser Rücklage sollten die eingestellten Gewinne versteuert werden. Dies hätte den Vorteil, dass die im internationalen Vergleich sehr niedrige Eigenkapital-Quote von unter 20% angehoben würde und folglich kleine und mittlere Unternehmen weniger anfällig für Insolvenz wären. Unternehmen gleicher Größe in den Vereinigten Staaten weisen eine Quote von 45% auf. In Großbritannien und in Spanien liegt die Eigenkapital-Quote bei 40 bzw. 41%.
Die Ursache der niedrigen deutschen Eigenkapital-Quote liege in der steuerlichen Benachteiligung der Eigenkapitalfinanzierung gegenüber der Fremdfinanzierung, die zum Entzug von Eigenkapital aus dem Unternehmen führe. Eine steuerbegünstigte Eigenkapitalrücklage würde das Halten von Gewinnen im Unternehmen fördern. Zudem würde sich im Zuge von Basel II die Kreditwürdigkeit verbessern und somit der Zugang zu günstigem Fremdkapital gesichert werden.
In seiner Eröffnungsansprache auf dem 26. Deutschen Steuerberatertag 2003 bat DStV-Präsident Jürgen Pinne das Bundesministerium für Wirtschaft und Arbeit und das Bundesministerium für Finanzen, diesen Gedanken im Interesse des deutschen Mittelstandes weiterzuverfolgen, und erklärte sich zu Gesprächen hierüber bereit.

Quelle: FINANZ BETRIEB, 04.11.2003

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