DSW äußert scharfe Kritik
Varta-Aktionäre stimmen für Verkauf von Auto- und Gerätebatterie-Sparten

Der geplante Verkauf der Kernbereiche der traditionsreichen Varta AG ist unter Dach und Fach. Die Aktionäre stimmten am Mittwoch auf einer außerordentlichen Hauptversammlung mit großer Mehrheit den Plänen des Vorstandes zu.

HB/dpa HANNOVER. Die Autobatterie-Sparte geht für 312,5 Mill. Euro an den US-Hersteller Johnson Controls Inc. Der Gerätebatterie-Bereich wird in Deutschland mit der US-Firma Rayovac zusammengelegt, die Auslandsaktivitäten werden von Rayovac nahezu komplett übernommen. Rayovac zahlt 262 Mill. Euro.

Von den knapp 575 Mill. Euro Verkaufspreis und aufgelösten Reserven sollen 260 Mill. Euro Mitte nächsten Jahres an die Aktionäre ausgeschüttet werden. Sie sollen dann 13 Euro je Aktie erhalten. Mit einem weiteren Teil des Geldes soll der Varta-Bereich Microbatterien ausgebaut werden.

Freien Aktionären wird einiges zugemutet

Rund 92 Prozent der rund 20 Mill. Anteile hält ein Konsortium der Deutsche Bank-Tochter DB Investor sowie zwei Mitglieder der Quandt-Familie. Die Zustimmung zu dem Verkauf der Kernsparten galt deshalb als Formsache. Kritik an den Plänen äußerte der Vertreter der deutschen Schutzgemeinschaft Wertpapierbesitz, Wolfgang Krafczyk.

Mit der Veräußerung werde den freien Aktionären einiges zugemutet. Allerdings könnten die Kleinaktionäre den Verkauf nicht verhindern. Ein anderer Aktionär sprach von einem "Ausdreschen des Unternehmens". Varta selbst will sich künftig als VARTA Microbattery GmbH auf das weltweite Geschäft mit kleinen Batterien konzentrieren. Die Marke wird aber auf Grund detaillierter Regelungen mit den Käufern auch für Auto- und Gerätebatterien erhalten bleiben.

Für die US-Firmen habe Varta als Marke große Bedeutung und solle weiter ausgebaut werden, sagte der Vorstandsvorsitzende Georg Prilhofer. Ein eigener Markenvertrag regele die Details zur Nutzung des Namens und der Internet-Plattformen.

Die Verkäufe seien eine Zäsur für die Varta, sagte Prilhofer. Der Vorstand sei aber davon überzeugt, dass dies zum Vorteil des Unternehmens, der Mitarbeiter, Aktionäre und Geschäftspartner sei. Für die beiden verkauften Bereiche eröffneten sich vielversprechende Zukunftsperspektiven, sagte Prilhofer.

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%