Du-Pont setzen sich an die Spitze des Dow
US-Börsen schließen mit solidem Plus

Mit einem soliden Plus schlossen die US-amerikanischen Börsen am Montag. Händler halten die Unsicherheit der Anleger nach der Pleite des US-Energiehändlers Enron für übertrieben und zudem erst einmal für überwunden - "Ich glaube nicht, dass es allzu viele Konzerne darauf angelegt haben, ihre Anleger zu täuschen", sagt Josh Brooks, Fondsmanager bei Delaware Investments in Philadelphia. Unregelmäßigkeiten in der Bilanzierung bei Enron hatten zu einem großen Vertrauensverlust geführt.

sfu/Bloomberg NEW YORK. "Der Schlüssel für die heutige Kursentwicklung ist die Rally vom Freitag. Der Markt war überverkauft. Zudem ist ermutigend, dass die Olympischen Spiele bislang ohne Störung verlaufen", sagte Alfred Goldman von A.G. Edwards & Sons. Bis zum Handelsende gewann der Dow Jones-Index der 30 wichtigsten Industriewerte 1,4 % auf 9 884 Punkte. Der weiter gefasste Standard & Poor?s-Index legte um 1,4 % zu. Auch die technologielastige Nasdaq kletterte und stieg um 1,5 %.

Der Verdacht unsauberer Bilanzen war zeitweise auch auf den Mobilfunkhersteller Qualcomm , den Elektronik-Hersteller Tyco und sogar auf den Netzwerkausrüster Cisco Systems gefallen. Die Aktien der drei Unternehmen hatten deshalb nachgegeben. Nun stiegen sie wieder, nachdem sich der Glaube an eine regelkonforme Buchführung mehr und mehr durchsetzte. Qualcomm gewannen bis zum Ende des Handelstages 9,2 %, Cisco 4,2 %, und Tyco verteuerten sich um 5,2 %, nachdem sie am vergangenen Dienstag ein 52-Wochen-Tief markiert hatten.

Die Gewinnerliste der Dow-Werte am Montag führten der Papierfabrikant International Paper und Du-Pont an. Der zweitgrößte US-Chemiekonzern hatte zum Schluss mit einem Plus von fast 5 % die Nase vorn. Du-Pont will sich bis Ende 2003 von seiner Nylon-Sparte und anderen weniger profitablen Bereichen trennen. Analysten haben den Schritt für überfällig gehalten, die Großbank Salomon Smith Barney verbesserte in der Folge sogar ihre Du-Pont-Bewertung von "Neutral" auf "Outperform".

International Paper profitierten von der Nachricht, dass das Unternehmen seine Holzbrett-Sparte an einen großen kanadischen Holzfabrikanten verkaufen will.

An der Dow-Spitze tummelten sich auch die Titel des Aluminiumkonzerns Alcoa . Das Investment-Institut Nesbitt Burns hatte sein Urteil von "Market Perform" auf "Outperform" verbessert, prompt legten die Alcoa-Titel 3,4 % zu.

Mit einem Minus von 2 % rutschten dagegen bis zum Handelsende die Aktien des Telekom-Unternehmens AT&T in die Verlustzone. Dem Konzern drohen rechtliche Unsicherheiten. Er strebt eine Klage gegen seinen Konkurrenten Verizon Delaware an, weil dieser angeblich seiner Verpflichtung, zwei Millionen Dollar Kompensationszahlungen an AT&T zu leisten, nicht nachgekommen ist.

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