Duell in der Golf-Klasse
Opel zeigt VW die Zähne

Mit dem neuen Astra will Opel im Duell um die Marktführerschaft in der Kompaktwagenklasse dem Volkswagen-Konzern paroli bieten.

HB FRANKFURT. "Der neue Astra ist für Opel mehr als nur die Neuauflage eines Erfolgsmodells", betonte der Vorstandsvorsitzende Carl-Peter Forster am Dienstag vor dem Start der 61. Internationalen Automobilausstellung (IAA) in Frankfurt.

Opel hole mit der vor zwei Jahren begonnenen Erneuerung der Produktpalette nicht nur auf, sondern "überhole bereits in manchen Bereichen". Mit dem neuen Astra, der im Gegensatz zum Hauptkonkurrenten Golf allerdings erst im Frühjahr 2004 ausgeliefert wird, will sich die deutsche Tochter des amerikanischen Automobilriesen General Motors (GM) wieder einen Spitzenplatz in der Kompaktklasse zurückholen, kündigte Forster an.

Neben dem Astra stellt Opel auf der am Donnerstag beginnenden IAA mit dem Vectra Caravan eine weitere Weltpremiere vor. Auf dieses im November verfügbare Auto setzen die Rüsselsheimer ebenfalls große Hoffnungen. Dank seines langen Radstandes von 2,83 Meter verfüge der Caravan mit 1850 Litern über das größte Gepäckteil in dieser Pkw- Klasse, sagte Forster.

Opel-Chef sieht erste Anzeichen eines Aufschwungs

"Wir alle spüren, dass wir die Chance haben, dass der viel zitierte Aufschwung nun vor der Tür steht. Das ist aber ein zartes Pflänzlein, auf das wir Acht geben müssen und noch lange keine Selbstverständlichkeit", sagte der Chef der deutschen GM-Tochter. Die Autobranche brauche vor allem durch neue Produkte Impulse, wie sie von der IAA auch ausgingen.

Die ersten Zeichen des Aufschwungs seien in den USA allerdings viel robuster, fügte Forster hinzu. "Eine unserer Schwächen in Deutschland ist, dass unsere Wirtschaft nicht schnell genug wächst. Da müssten wir uns stärker an den USA orientieren."

Designstudie zur IAA

Opel will nach Jahren der Abstinenz wieder in der gehobenen Mittelklasse mitmischen. Dazu wird auf der Frankfurter Internationalen Automobil-Ausstellung (IAA) als Weltpremiere eine Designstudie präsentiert. Das Modell "Insignia" ist oberhalb der Modellreihe Vectra/Signum angesiedelt und könnte damit zum Nachfolger des inzwischen eingestellten Omega werden.

"Die Entscheidung über einen Produktionsstart ist noch nicht gefallen", sagte Opel-Chef Carl-Peter Forster am Montag der dpa. Falls nach eingehenden Marktstudien vom Vorstand grünes Licht gegeben wird, könnte das Modell mit variablem Innenraum und Schiebetüren in etwa drei Jahren vom Band rollen.

Das Konzept einer klassischen Limousine wurde bereits verworfen. Von diesem Konstruktionsprinzip hat sich Opel in der gehobenen Mittelklasse mit dem Auslaufen des Omega in diesem Sommer verabschiedet.

Opel sieht sich bei Restrukturierung voll im Plan

Der Rüsselsheimer Autobauer sieht sich bei seiner Restrukturierung voll im Plan und will nach den hohen Verlusten der Vorjahre 2004 wieder einen leichten operativen Gewinn schreiben.

"Wir werden 2004 eine positive operative Zahl haben", sagte Opel-Chef Carl-Peter Forster am Dienstag anlässlich der Internationalen Automobil-Ausstellung (IAA) in Frankfurt. Bereits im Laufe des ersten Halbjahres habe Opel zwischenzeitlich die Gewinnschwelle überschritten, deutete Forster an. Aber unter anderem auf Grund des schwachen dritten Quartals werde das Unternehmen für das Gesamtjahr 2003 einen operativen Verlust ausweisen. Konkrete Ergebniszahlen wollte Forster weder für 2003 noch für 2004 nennen.

Dafür spezifizierte der Opel-Chef die Absatzziele für das Modell des Astra. Im ersten vollen Verkaufsjahr solle der Absatz über 500 000 Stück liegen, sagte Forster auf Reuters-Anfrage. Opel will den neuen Astra, von dessen Erfolg die geschäftliche Entwicklung des Unternehmens stark abhängt, im kommenden Frühjahr auf den Markt bringen.

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