Dünne Umsätze
Einbruch der Autoaktien belastet Tokioter Börse

Die Börse Tokio hat am Dienstag angeführt von kräftigen Verlusten im Automobilsektor schwächer geschlossen. Händler sprachen von einem Schock, den Honda Motor mit einer Gewinnwarnung ausgelöst habe. Die Umsätze seien allerdings dünnn gewesen.

Reuters TOKIO. Der 225 führende Werte umfassende Nikkei-Index schloss 0,56 Prozent oder 48,75 Zähler tiefer auf 8708,76 Punkten. Der kapitalgewichtete Topix-Index sank 1,08 Prozent auf 862,73 Punkte.

Das Geschäft sei vor der Veröffentlichung des Massnahmenpakets der japanischen Regierung zur Bekämpfung der faulen Kredite im Bankensektor von mehr als 52 Billionen Yen (rund 427 Milliarden Euro) am Mittwoch von Vorsicht und Zurückhaltung geprägt gewesen. "Es gab heute im Vorfeld des Regierungspakets wenige Anreize für Käufe am Markt", sagte der Aktienhändler Koji Muneoka von HSBC Securities.

Nachdem der zweitgrösste japanische Autokonzern Honda am Vortag für das laufende Geschäftsjahr seine Gewinnerwartung wegen des starken Yen um 14 Prozent um reduziert hatte, brachen Honda-Aktien um 13,04 Prozent auf 4380 Yen ein.

Im Sog dieses "Honda-Schocks" gaben auch die Aktien anderer Autoproduzenten nach. Toyota Motor , die Nummer eins des Sektors, verlor gut vier Prozent und Nissan Motor die Nummer drei, fielen 3,5 Prozent.

Chip-Hersteller Mitsubishi Electric klettert um sechs Prozent

Dagegen kletteren die Aktien des viertgrössten japanischen Chip-Herstellers Mitsubishi Electric um rund sechs Prozent auf 323 Yen. Das Unternehmen hatte einen besser als erwartet ausgefallenen Quartalsbericht vorgelegt.

Fujitsu , der grösste Computerhersteller Japans stieg 3,5 Prozent auf 443 Yen, nachdem dass Unternehmen mitgeteilt hatte, der Verlust sei im zweiten Quartal aufgrund einer Erholung des Marktes und aggressiver Kostensenkungen kleiner geworden.

In Erwartung etwas abgeschwächter Massnahmen bei der Bankreform, bei der ursprünglich eine strenge Gangart vorgesehen gewesen sei, seien die Aktien der Banken gestiegen. Mitsui Banking Corp und Mizuho Holdings legten zu.

Der Plan der Regierung zur Bewältigung der Problemkredite sei nur halbherzig, sagte Kathy Matsui, Chefstrategin bei Goldman Sachs. Dadurch könnte der Topix-Index zwar in einer kurzfristigen Rally auf 1000 Punkte steigen. "Aber jede Rally dieser Natur wäre kein Zeichen dafür, dass die Wende erreicht ist. Möglicherweise verlangt der Markt dann aber noch ganzherzige Reformen", sagte sie.

Fester waren die Immobilienwerte, nachdem die Zeitung "Nihon Keizai Shimbun" berichtet hatte, die Regierung würde in ihrem Massnahmenpaket auch Steuersenkungen vorschlagen, um Investitionen in Immobilien zu fördern. Mitsui Fudosan und Mitsubishi Estate legten zu.

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