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Düsseldorfer Flughafen erneut zu Schadensersatz verurteilt

Im jahrelangen juristischen Tauziehen um das tödliche Feuer auf dem Düsseldorfer Flughafen ist der Airport erneut zu einer millionenschweren Schadensersatzzahlung verurteilt worden.

dpa DÜSSELDORF. Brennbare Dämmplatten seien widerrechtlich eingebaut worden, urteilte die sechste Zivilkammer des Düsseldorfer Landgerichts am Dienstag. Über die genau Höhe der Entschädigung ist noch nicht entschieden.

Insgesamt hat die Kammer den Flughafen bereits zur Zahlung von 200 Mill. DM verurteilt. Weitere Ansprüche in Höhe von 24 Mill. DM stehen aus. Der Flughafen legte gegen die Urteile Widerspruch ein.

Bei der Brandkatastrophe waren 1996 im April 17 Menschen getötet und 88 verletzt worden. Auch die strafrechtliche Klärung steht noch aus, nachdem das Verfahren wegen eines alkoholkranken Schöffen für ungültig erklärt wurde.

Auf Schadensersatz in Höhe von rund einer Million DM hatte nun die R+V-Versicherung geklagt, die Verdienstausfälle verschiedener im Flughafen eingemieteter Firmen zu begleichen hatte. Ein Bauleiter und ein technischer Geschäftsführer des Flughafens hätten bei dem Einbau der brennbaren Platten und anschließenden Schweißarbeiten grob fahrlässig gehandelt, begründete das Gericht das Urteil.

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