Düsseldorfer Justizministerium weist Essers Vorwürfe zurück
Aufsichtsrat stärkt Ackermann in Mannesmann-Affäre den Rücken

Die Position des neuen Vorstandschefs der Deutschen Bank, Josef Ackermann, ist trotz der Ermittlungen der Düsseldorfer Staatsanwaltschaft im Fall der umstrittenen Millionen-Abfindungen an ehemalige Mannesmann-Manager nicht gefährdet. Der Aufsichtsrat der größten europäischen Bank wertete die Vorwürfe der Ermittler nach einer Sitzung des Gremiums als "willkürlich und nicht nachvollziehbar" und sicherte Ackermann volle Rückendeckung zu.

ms/slo DÜSSELDORF. Unterdessen wies das nordrhein-westfälische Justizministerium die Vorwürfe des ehemaligen Mannesmann-Chef Klaus Esser gegen die Düsseldorfer Staatsanwaltschaft als haltlos zurück. Esser reichte am Dienstag eine Amtshaftungsklage ein. Er wirft der Düsseldorfer Staatsanwaltschaft vor, Amtspflichten im Ermittlungsverfahren gegen ihn grob verletzt zuhaben. Die Ermittlungen seien ohne konkrete Anhaltspunkte angeordnet worden. Wegen der dadurch entstandenen Rufschädigung fordert Esser 100 000 Euro Schadensersatz und mindestens 100 000 Euro Schmerzensgeld.

Wie das Düsseldorfer Justizministerium bekannt gab, hatte Esser bereits im März gegen den ermittelnden Generalstaatsanwalt Lothar Sent eine Dienstaufsichtsbeschwerde eingelegt - ohne Erfolg. Die Beschwerde sei im Ministerium "geprüft und als unbegründet verworfen worden", sagte Sprecher Dieter Wendorff. Die Staatsanwaltschaft habe einen "breiten Beurteilungsspielraum" bei der Frage, ob ein Anfangsverdacht zur Aufnahme eines Ermittlungsverfahrens vorliegt oder nicht.

Im März 2001 nahm die Staatsanwaltschaft Düsseldorf Ermittlungen gegen Esser und zehn weitere bei der Mannesmann-Übernahme Beteiligte auf. Es ging unter anderem um die Frage, ob die Übernahme durch Zuwendugen an Mannesmann-Manager erkauft worden sei.

Quelle: Handelsblatt

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