Düstere Ericsson-Prognose belastet
Europas Börsen uneinheitlich

Die europäischen Börsen haben am Dienstag uneinheitlich tendiert. Händler sagten, dass die düstere Prognose des schwedischen Telekomausrüsters Ericsson einige europäischen Aktienmärkte belastet habe. Für das kommende Jahr seien noch keine klaren Signale für Mobilsysteme zu erkennen, hatte Ericsson mitgeteilt. Die geplante Fusion der beiden US-Computerhersteller Hewlett-Packard und Compaq habe im frühen Geschäft eine Rolle gespielt, sei dann aber von dem schwachen Ericsson-Ausblick in den Hintergrund gedrückt worden, sagten Börsianer.

Reuters FRANKFURT. Am Freitag war der Dow-Jones-Index mit einem Plus von 0,30 % auf 9 949,75 Punkten aus dem Handel gegangen. Der technologielastige Nasdaq-Composite-Index hatte die Sitzung mit 0,77 % höher auf 1 805,43 Punkte beendet.

Die US-Futures deuteten auf einen freundlichen Handelsbeginn in New York hin. Der Nasdaq-100-Future lag gegen Mittag 0,92 % im Plus auf 1 486 Punkten. Der S&P-Future wurde mit 1 132,10 Zählern 0,18 % höher gehandelt.

Der Stoxx-50-Index für die größten Unternehmen aus der EU und der Schweiz tendierte gegen Mittag um 0,47 % fester auf 3 613,67 Punkten. Der Euro-Stoxx-50-Index für die Blue Chips aus der Europäischen Währungsunion (EWU) lag mit 3 694,99 Punkten 0,09 % im Plus.

London - Marconi im Fokus

Die Londoner Börse hat fester notiert. Der FTSE-Index stieg um 0,33 % auf 5 329,8 Punkte. Im Mittelpunkt standen Händlern zufolge die Aktien des Telekom-Ausrüsters Marconi. Trotz einer zweiten Gewinnwarnung innerhalb von zwei Monaten verteuerten sich die Papiere im Verlauf auf 4,17 % auf 56,3 Pence. Händler begründeten den Kursaufschlag damit, dass das Unternehmen von einigen Investoren nun als Übernahmekandidat angesehen werde. Zu den Kursgewinnern zählten auch die Papiere der ARM Holding . Sie notierten 4,28 % auf 279,94 Pence fester.

Zürich - Technisch bedingt fester

Die Standardwerte an der Schweizer Börse haben fester tendiert. Der SMI-Index lag mit 6 499 Punkten 0,63 % im Plus. Händler erklärten den Kursanstieg mit Deckungskäufen und einer technischen Gegenbewegung nach den jüngsten Verlusten. "Aus technischer Sicht ist der Markt zwar überverkauft aber noch nicht bereinigt", sagte ein Marktteilnehmer. Zu den Kursgewinnern zählten vor allem Technologiewerte. So stiegen die Aktien von Kudelski um 2,94 % auf 87,60 Schweizer Franken (sfr). Unaxis-Titel verteuerten sich um 4,69 % auf 167,50 sfr. Die Papiere von Micronas verbuchten einen Aufschlag von 3,91 % auf 23,90 sfr.

Pariser Aktienmarkt fester

Die Aktien an der Pariser Börse haben im Plus notiert. Der CAC-40-Index legte um 0,11 % auf 4 634,72 Punkte zu. Positiv beeinflusst worden sei der Markt unter anderem durch die Unternehmenszahlen von L'Oreal, sagten Händler. Der Kosmetikkonzern hatte für das erste Halbjahr einen über den Erwartungen liegenden Nettogewinn ausgewiesen. L'Oreal-Aktien stiegen um 4,60 % auf 79,65 Euro. Dagegen habe die Ankündigung, dass der schwedische Telekom-Anbieter Ericsson bis zum Jahr 2002 keine Markerholung sehe, die französischen Branchenwerte belastet. Die Aktien von Alcatel lagen mit 16,36 Eruo 3,76 % im Minus.

Mailänder Börse dreht ins Minus

Nach anfänglichen Kursgewinnen ist die Mailänder Börse ins Minus gedreht. Der Mib30-Index fiel bis gegen Mittag um 0,79 % auf 33 999 Punkte. Händlern zufolge warten Investoren auf den Handelbeginn in New York, nachdem die Wall Street am Montag wegen eines Feiertags geschlossen hatte. Die Aktien der größten italienischen Bank Unicredito haben ihre Vortagsverluste weiter ausgebaut. Sie gaben 2,78 % auf 4,48 Euro nach. Gegen den Trend legten die Papiere des Reifenherstellers Pirelli um 0,14 % auf 2,085 Euro zu, nachdem sie am Vortag fünf Prozent ins Minus gerutscht waren.

Madrid - Telefonica im Plus

Die Madrider Börse hat fester tendiert. Der Ibex-Index lag mit 8 208,6 Punkten 0,7 % im Plus. Zu den Kursgewinnern zählten die Aktien des Indexschwergewichtes Telefonica . Sie legten um 1,55 % auf 12,44 Euro zu. Auch die Papiere der Öl- und Gasfirma Repsol YPF verbuchten Kursgewinne. Sie stiegen um 1,31 % auf 18,60 Euro. Das Unternehmen hatte am Montag nach Börsenschluss für das erste Halbjahr eine Steigerung beim Nettogewinn um neun Prozent bekannt gegeben.

Amsterdam - KPN und Vendex im Minus

Der AEX-Index der Börse in Amsterdam hat mit einem Plus von 0,15 % auf 517,39 Punkten fester notiert. Händlern zufolge verzeichneten die verschiedenen Sektoren jedoch unterschiedliche Trends. Deutliche Kursabgaben verzeichneten erneut die Aktien von KPN Telecom. Sie bauten ihre Vortagsverluste aus und gaben 9,49 % auf 2,67 Euro nach. Aus dem Euro-Stoxx-50-Index für die Blue Chips aus der Europäischen Währungsunion fielen die Aktien des niederländischen Telekommunikationskonzerns KPN heraus. Auch die Papiere von Vendex rutschten mit 9,80 Euro 14,78 % kräftig ins Minus. Das Unternehmen hatte zuvor für das erste Halbjahr einen größeren Gewinnrückgang als von Analysten erwartet vermeldet.

Wien - Bei geringen Umsätzen leichter

Die Börse in Wien hat leichter tendiert, wobei Marktteilnehmer den Handel auf Grund des geringen Umsatzvolumens als "lustlos" bezeichneten. Der ATX-Index lag mit 0,16 % im Minus auf 1 197,41 Zählern. Ein Händler kommentierte den Markt mit den Worten: "Vom Sommerloch in die herbstliche Tristesse". Erwähnenswerte Umsätze verzeichneten Händlern zufolge lediglich die Aktien von Telekom Austria , die sich mit einem Plus von 0,02 auf 7,24 Euro behauptet zeigten. Ebenfalls gegen den Trend verteuerten sich die Stahltitel von Voest-Alpin um 1,06 % auf 33,41 Euro. Der ATX-Index lag mit 1 179 Punkten 0,2 % im Minus.

Brüssel - Im Minus

Die Brüssler Börse hat Kursabgaben verbucht. Der Bel20-Index gab 0,29 % auf 2 873,31 Punkte nach. Die Aktien der Bankengruppe KBC Bancassurance gaben 0,50 % auf 39,90 Euro ab, nachdem das Unternehmen zuvor einen Gewinnrückgang im ersten Halbjahr bekannt gegeben hatte. Auch für das Gesamtjahr geht KBC nach eigenen Angaben von einem Ergebnis unter dem Vorjahresniveau aus. Die Papiere der Muttergesellschaft Almanij fielen um 1,09 % auf 42,73 Euro.

Stockholm - Ericsson und Nokia deutlich im Minus

Der OMX-Index an der Stockholmer Börse notierte gegen Mittag mit 768,49 Punkten 2,49 % im Minus. Die Aktien des Indexschwergewichts Ericsson gaben um 5,70 Schwedische Kronen (skr) auf 45,30 skr deutlich nach. Der schwedische Telekom-Ausrüster hatte zuvor mitgeteilte, Finanzvorstand Sten Fornell gehe davon aus, dass seine Sparte Mobilsysteme 2001 mindestens ein Wachstum auf Marktniveau erreichen wird. Nokia -Aktien verbilligten sich um vier skr auf 160 skr.

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