Düstere Lage
Dresdner Bank bleibt in den roten Zahlen

Die Dresdner Bank kommt trotz Sparmaßnahmen nicht aus den roten Zahlen. Im 3. Quartal schrieb die Tochter des Versicherungsriesen Allianz 147 Mill. Euro Verlust vor Steuern.

HB/dpa FRANKFURT/MAIN. Ohne den Verkauf der Hypotheken-Sparte Deutsche Hyp und die Verschiebung des Asset Managements in die Allianz wäre das Geldhaus noch viel tiefer ins Minus gerutscht. Im operativen Geschäft habe die Bank 819 Mill. Euro Verlust geschrieben, sagte ein Dresdner Bank - Sprecher.

Die Allianz beziffert den Verlust aus der Bank sogar auf 972 Mill. Euro. Das liege an unterschiedlichen Rechnungslegungen, erläuterte der Dresdner-Sprecher: Das Geldhaus kann in seiner Bilanz noch stille Reserven heben, indem es Vermögenswerte zu höheren Preisen veräußert als bilanziert. Auf die Allianz wirken sich diese Gewinne nicht aus, weil sie bei der Übernahme der Bank deren Vermögenswerte zum aktuellen Wert bilanziert hatte.

Allein der Einmalerlös durch die Hypotheken-Sparte Deutsche Hyp brachte der Dresdner Bank nach Angaben des Sprechers rund 250 Mill. Euro ein. Die Verschiebung der Vermögensverwaltung inklusive der Fondsgesellschaft DIT in den Allianzkonzern, schlug mit 1,9 Mrd. Euro zu Buche. Die Verwaltungskosten sind im 3. Quartal zwar weiter gesunken, doch die Erträge schrumpften schneller. Im Berichtszeitraum war der Verwaltungsaufwand mit 1,85 Mrd. Euro etwa 6 % niedriger als im Vorjahr. Doch die Gewinne aus Zins-, Provisions- und Handelsgeschäft brachen zugleich um ein Drittel auf 1,79 Mrd. Euro ein. Die Risikovorsorge für faule Kredite lag bei 757 Mill. Euro.

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