Düsterer US-Konjunkturausblick
Aktien Hongkong schließen sehr schwach

Sehr schwach haben die Aktienkurse am Dienstag den Handel in Hongkong beendet. Der Hang-Seng-Index verlor 1,8 % bzw. 195,84 Punkte auf 11 013,59.

vwd HONGKONG. Der All-Ordinaries-Index ging mit einem Minus von 1,6 % bzw. 78,19 Stellen auf 4 764,76 aus dem Handel. Umgesetzt wurden Aktien im Wert von 6,7 (5,85) Mrd HK-$. Nach Einschätzung von Marktteilnehmern haben der düstere US-Konjunkturausblick, die anstehende Berichtssaison und die schwachen Wall-Street-Vorgaben den Markt unter Druck gebracht. "Die Anleger zeigten sich immer noch über die Aussagen von Fed-Chairman Alan Greenspan am Freitag besorgt", sagte Herbert Lau von Celestial Asia Research.

Greenspan hatte davor gewarnt, dass nach wie vor "signifikante" Risiken bestünden, die kurzfristig den Aufschwung der US-Wirtschaft dämpfen könnten. Zudem hätten auch die jüngsten US-Unternehmenszahlen nicht gerade für "bullische" Stimmung gesorgt, erklärte Lau. So verloren CITIC Pacific 9,4 % auf 15,35 HK-$. Allerdings litt das Blue-Chip-Unternehmen auch unter einer Herunterstufung, sagte ein Teilnehmer. Im Bankenbereich setzten HSBC Holdings ihre Verluste fort, und ermäßigten sich um 2 % auf 87,75 HKD. Bei den Telekommunikationswerten gingen China Mobile mit einem Kursverlust von 1,8 % auf 24,30 HK-$ aus dem Handel. China Unicom gaben 1,2 % auf 8,05 HK-$ ab.



Automobilwerte verlieren kräftig

Zu den größten Verlierern gehörten die Automobilwerte. Anleger sorgen sich offenbar über einen Preiskrieg auf dem Festland, sagte ein Händler. Denway Motor ermäßigten sich um 4,6 % auf 1,85 HK-$, und Brilliance China verloren 4,8 % auf 1,39 HK-$. Allerdings erwarten Händler bei den Blue-Chips künftig stabilere Preise. Denn nach einer Pause von rund sechs Monaten, auf Grund staatlicher Reformen, werden die Investmentbanken wieder Optionsscheine begeben.

Die Investmentbanken werden sicherlich dafür sorgen, dass die Preise bei den Blue-Chips nicht abrutschen, wenn sie auf diese Aktien Optionen ausgeben wollen, hieß es zur Begründung. Nach Angaben der Hong Kong Exchanges & Clearing werden die Scheine am kommenden Montag emittiert. Es sei zu erwarten, dass hunderte von Anträgen gestellt werden. Das Wiederaufleben des Arbitrage-Handels dürfte die Liquidität in die Höhe treiben, vermutete ein Händler.



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