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Duisburg auf Bundesliga-Kurs - Aachen tappt im Nebel

Ein zum Richtfest des neuen Stadions inszeniertes Feuerwerk wurde zwar zur echten Panne, rein sportlich befindet sich der MSV Duisburg aber auf dem Weg zurück in die Fußball-Bundesliga.

dpa DUISBURG. Ein zum Richtfest des neuen Stadions inszeniertes Feuerwerk wurde zwar zur echten Panne, rein sportlich befindet sich der MSV Duisburg aber auf dem Weg zurück in die Fußball-Bundesliga.

Nach dem 1:0 (1:0)-Sieg über den Tabellenvierten Alemannia Aachen hat sich das Team von Trainer Norbert Meier auf den zweiten Platz geschoben und darf fünf Jahre nach dem Abstieg in die 2. Liga von der Rückkehr ins Oberhaus träumen. "Wir sind unserem großen Ziel ein kleines Stück näher gekommen", sagte der MSV-Vorsitzende Walter Hellmich nach dem Erfolg, den Peter van Houdt mit seinem Tor in der 43. Minute sicherstellte.

Zuvor hatte Hellmich für Kurzweil und Verwirrung gesorgt. Zum Richtfest der neuen MSV-Arena ließ der 60-Jährige in der Halbzeit- Pause auf dem Rasen ein Feuerwerk abbrennen. Durch die daraus resultierenden Nebelschwaden verlor Schiedsrichter Wolfgang Stark (Landshut) aber den Durchblick, schickte die Teams wieder in die Kabinen und eröffnete den zweiten Durchgang mit einer 15-minütigen Verspätung. "Ein echtes Kuriosum, das hätte man cleverer planen können. Wir schmunzeln aber drüber und legen bestimmt keinen Protest ein", sagte Aachens Sportdirektor Jörg Schmadtke.

Die Gäste, die vier Tage zuvor noch im Uefa-Cup aktiv waren, tappten allerdings lange im Dunkeln, fanden erst spät ihre Offensivstärke und hatten offensichtlich mit der Doppelbelastung zu kämpfen. "Von uns kam vor der Pause viel zu wenig", sagte Alemannia- Trainer Dieter Hecking, der ohne seinen "ersten Sturm" agieren musste. Erik Meijer fehlte gesperrt, Kai Michalke wurde mit einer Leistenverletzung frühzeitig ausgewechselt. "Es fällt schwer, solche Ausfälle zu kompensieren. Wir haben erst in der zweiten Hälfte gezeigt, was uns stark macht", meinte Mittelfeldspieler Simon Rolfes. Zudem fehlt im nächsten Heimspiel gegen RW Essen Reiner Plaßhenrich, der die Gelb-Rote Karte sah (84.).

Trotz des Rückschlags bleibt Hecking gelassen. "Die Saison ist noch lang, wir beschweren uns bestimmt nicht über die Doppelbelastung, sondern werden das auffangen können", glaubt der Aachener Trainer, der bis zur Winterpause auf Tuchfühlung zu den Aufstiegsrängen bleiben will.

Der MSV, der vor 20 820 Zuschauern im sechsten Saison-Heimspiel den sechsten Sieg feierte, möchte sich jedenfalls nicht mehr aus der Spitzengruppe verdrängen lassen. "Wir müssen nicht aufsteigen, wollen es aber", betonte Hellmich. Schließlich haben die Duisburger schon ein Bundesliga taugliches Stadion. "Unsere neue Arena ist überragend. In diesem Wohnzimmer werden wir noch viele wichtige Punkte holen", meinte Stürmer Abdelaziz Ahanfouf. Duisburg erwartet Energie Cottbus zum nächsten Heimspiel.

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