Duisenberg bleibt optimistisch
Währungshüter erwartet keine Rezession im Euro-Raum

mak/HB DUBLIN. Der Präsident der Europäischen Zentralbank (EZB), Wim Duisenberg, sieht im weltwirtschaftlichen Umfeld "erhebliche Unsicherheiten". Für den Euro-Raum erwartet er aber nach wie vor keine Rezession. Zwar zeige das Wachstum des Bruttoinlandsprodukts im ersten Quartal 2001 und der Industrieproduktion im April eine Abschwächung an. Er geht aber unverändert davon aus, dass der Euro-Raum in etwa sein inflationsneutrales Wachstumspotential (2,0 % bis 2,5 %) erreichen werde. Die schwache Wirtschaftsleistung Deutschlands führte er insbesondere auf die Bauwirtschaft zurück.

Das gegenwärtige Niveau der Euro-Leitzinsen sei angemessen, um im Euro-Raum auf mittlere Sicht Preisstabilität zu gewährleisten, erklärte Duisenberg weiter im Anschluss an die Sitzung des EZB-Rates, die gestern in Dublin stattfand. Die Geldpolitik sei nicht zu restriktiv. Der Euro-Leitzins wurde unverändert bei 4,5 % belassen.

Bei den aktuell hohen Inflationsraten handele es sich um ein vorübergehendes Phänomen. Der erneute Anstieg der Verbraucherpreise auf 3,4 % sei bei früheren Entscheidungen bereits berücksichtigt worden. Die Inflationsrate werde 2002 wieder unter 2 % fallen. Die EZB werde wachsam bleiben, betonte der EZB-Chef. Dies gelte insbesondere für die Lohnentwicklung, das Preissetzungsverhalten der Unternehmen, das reale Wirtschaftswachstum und die monetäre Entwicklung.

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