Durch den Wolkenkratzer-Boom ist der Bedarf enorm
Für Thyssen-Fahrstühle geht es in China nur noch aufwärts

Im Fahrstuhlgeschäft, wird gern gescherzt, geht es auf und ab. Mit Thyssen Elevators Co., Ltd., Shanghai, dem chinesischen Fahrstuhl-Joint Venture der Thyssen Krupp AG, geht es aufwärts - nach sechs Jahren im Keller.

SHANGHAI. Für dieses Jahr erwartet Geschäftsführer Helmut Müller einen "kleinen operativen Gewinn", wobei er die Investitionen der letzten Jahre von 30 Mill. DM außer Acht lässt. Im Gespräch mit Volontären der Georg von Holtzbrinck-Schule für Wirtschaftsjournalisten zeigt sich Müller optimistisch. Der chineische Markt für Fahrstühle und Rolltreppen sei der dynamischste der Welt.

Ein Blick aus seinem Bürofenster genügt: In Shanghai werden Wolkenkratzer gebaut wie anderswo Gartenlauben. Insgesamt fast 34 000 Fahrstühle und 4 500 Rolltreppen würden in diesem Jahr auf dem chinesischen Markt gebraucht, rechnet Thyssen. Zum ersten Mal liegt dabei der Anteil von Fahrstühlen für Wohnhäuser über 50 %. Kein Wunder, denn von den hochmodernen Bürobauten Shanghais stehen immer noch fast die Hälfte leer.

Müllers Prognose ist aber optimistisch. Weil immer mehr Appartement-Hochhäuser gebaut werden, soll sich die Nachfrage nach Fahrstühlen und Rolltreppen bei 40 000 Einheiten pro Jahr einpendeln. Thyssen allein rechnet für 2001, dass ihre zwei chinesischen Werke Aufträgen für mehr als 1 200 Einheiten bekommen. Das bedeutet einem Umsatz von etwa 130 Mill. DM gegenüber gut 100 Mill. DM im vergangenen Jahr. Soweit die guten Nachrichten. Die schlechten sind, dass Thyssen erst auf dem chinesischen Markt antrat, als die interessanten weil einflußreichen Joint Venture-Partner vergeben waren. Der Wettbewerb mit den Marktführern Otis, Schindler, Mitsubishi und Hitachi ist knallhart und drückt auf die Margen: Seit 1999 hat sich Thyssen Elevators Auftragseingang mehr als verdoppelt, die Erlöse wuchsen nur um die Hälfte.

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