Durch die Olympischen Spiele kommt die griechische Küche wieder ins Bewusstsein
Grieche ohne Gyros

Olympiareif: Eine junge Köchegeneration vom Peloponnes zeigt, wie leicht und frisch die Küche dort sein kann.

Gyros, Pitta und Souflaki. Die typisch griechische Küche ist nicht raffiniert, zu fett, fleischlastig und rückständig. Auch die Einrichtung der Restaurants trägt nicht zum Genuss bei: kitschige Säulen, verblichene Fotos, Fischernetze. Da hilft die Flucht in den Alkohol wenig, denn es gibt nur harzigen Rezina.

So weit, so unzutreffend. Denn wer einmal in Griechenland abseits der touristischen Pfade wandelt, stellt fest, dass Hellas? authentische Küche ganz wunderbar schmecken kann. Durch die Olympischen Spiele kommt die griechische Küche wieder ins Bewusstsein. Denn auch hier zu Lande gibt es Restaurants, die das Bild vom triefenden Fleischspieß gerade rücken können.

Köstlichkeiten wie mit Gambas gefüllte Gartengurken, Salat vom geschmorten Oktopus mit Canellini- Bohnen, Kabeljau mit Senf-Schnitt- lauch-Kruste oder eingelegter Fetakäse mit Zwiebelconfit und Brennesselcreme stehen bei "Malathounis" auf der Karte. Ausgerechnet im schwäbischen Kernen-Stetten, einem kleinen Weinort bei Stuttgart, wo Spätzle und Trollinger regieren, kocht Joannis Malathounis auf olympischem Niveau.

Gelernt hat er in seiner Heimat, aber auch in Salzburg und Paris. Der Gault Millaut beehrt ihn mit 14 Hauben und macht ihn damit zum Zeus unter den kochenden Griechen im Teutonenland. "Wir versuchen, eine neue, moderne griechische Küche zu etablieren," sagt Malathounis. "Unsere Basis ist die griechisch- ländliche Küche, viel Gemüse, Hülsenfrüchte, Kräuter und bestes Olivenöl." Die reiche Weinkarte zeigt, dass junge Winzer in Griechenland gute Tropfen keltern.

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