Durch FIS-Übernahme zehn Prozent Umsatzplus
Givaudan mit Wachstum zufrieden

Der Schweizer Riechstoff- und Aromenkonzern Givaudan hat den Umsatz in den ersten neun Monaten 2002 dank der erstmaligen Einbeziehung der von Nestle übernommenen FIS um 10,1 Prozent auf 2,049 Milliarden Schweizer Franken gesteigert.

Reuters GENF. In Lokalwährungen erhöhten sich die Verkäufe um 16,4 Prozent, teilte Givaudan mit. Givaudan erwartet weiteren Angaben zufolge im Gesamtjahr "gute Resultate". Eine bedeutende Anzahl von Projekten mit Schlüsselkunden lasse trotz eines schwierigen Umfelds auf ein weiterhin gutes Wachstum schließen, hieß es.

Für Analysten lag der Neunmonats-Ausweis weitgehend in den Erwartungen. An der Böse gaben die Givaudan-Aktien bis gegen 11.15 Uhr um 1,1 Prozent auf 620 Schweizer Franken (sfr) nach. Der Gesamtmarkt tendierte 0,5 Prozent fester und der DJ Stoxx Konsumgüter-Index gut behauptet.

Unter der Annahme, dass FIS bereits seit dem 1. Januar 2001 konsolidiert wäre, hätte der Umsatz von Januar bis September um 0,8 Prozent in Franken und 6,6 Prozent in lokalen Währungen auf 2,172 Milliarden sfr zugenommen, so Givaudan. Das Unternehmen hatte die Übernahme des Aromenbereichs von Nestle im Januar dieses Jahres angekündigt; seit Mai ist FIS konsolidiert.

Der Aromenumsatz stieg von Januar bis September um 19,8 Prozent in Franken und 27,7 Prozent in Lokalwährungen auf 1,187 Milliarden sfr. Zweistellige Wachstumsraten erzielte Givaudan in Nordamerika, Europa und mittlerer Osten sowie Asien-Pazifik. Der Bereich kulinarische Produkte und Food-Service machte dank der Integration von FIS Fortschritte, hieß es.

Das Riechstoff-Geschäft litt gemäß Givaudan weiter unter der Flaute im Luxusparfümerie-Geschäft und schrumpfte in den ersten drei Quartalen um 1,0 Prozent in Franken auf 859,4 Millionen sfr. In Lokalwährungen resultierte ein Plus von 3,4 Prozent. Im Bereich Konsumgüter setzte sich das starke Wachstum fort.

Für Bernd Pomrehn von der Zürcher Kantonalbank war die Umsatzentwicklung der ersten drei Quartale von negativen Währungseffekten gekennzeichnet. Sowohl der Aromen- als auch der Riechstoffumsatz blieben leicht hinter den Erwartungen zurück, schrieb der Analyst in den "Daily Market Opinion" der Bank. Wachstumstreiber bleibt das Aromen-Geschäft, während sich die typischerweise im September einsetzenden Riechstoffumsätze für das Luxusparfümerie-Weihnachtsgeschäft bislang schwach entwickelten. Die ZKB stuft Givaudan mit "übergewichten" ein.

Für Julius Bär-Analyst Christian Faitz lag der Neunmonatsumsatz von Givaudan weitgehend in den Erwartungen. Die Ergebnisaussichten von Givaudan seien solide und die Bewertung im Branchenvergleich attraktiv. Julius Bär stuft Givaudan mit "buy" ein.

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