Durch Restrukturierungskurs soll die Schuldenlast deutlich reduziert werden
British Telecom will mehr als 5 000 Jobs abbauen

ap LONDON. Mit einem Abbau von mehr als 5 000 Jobs und einem harten Restrukturierungskurs will die British Telecom ihre Schuldenlast deutlich reduzieren. Unter anderem sollen Teile des Mobilfunkgeschäfts ausgegliedert werden. Zugleich teilte der Telekommunikationskonzern am Donnerstag in London einen Rückgang seines Vorsteuergewinns von 890 Mill. Pfund (2,887 Mrd. DM) auf 471 Mill. Pfund im zweiten Quartal des laufenden Geschäftsjahres mit.

British Telecom will mit Ausgliederungen die Schuldenlast nach eigenen Angaben bis Ende 2001 um etwa zehn Mrd. Pfund auf erwartete 20 Mrd. Pfund reduzieren. Dafür sollen 25 % an dem Mobilfunkgeschäft BT Wireless und an Yell abgegeben werden. Zudem denkt das Unternehmen über einen möglichen Börsengang seines Internetbereichs BT Ignite nach.

Dies werde es dem Unternehmen erlauben, sich auf bestimmte Geschäftsfelder und Regionen zu konzentrieren, teilte BT mit. Jeder Geschäftsbereich könne sich künftig ganz auf die Bedürfnisse seiner speziellen Kunden konzentrieren. Dieser Schritt zur Restrukturierung der britischen Kommunikationsbranche sei genauso bedeutend wie die Privatisierung 1984.

BT folgt damit einem Restrukturierungstrend in der Telekommunikationsbranche, der die Unternehmen nach den Zukäufen der Vergangenheit erfasst hat. So hatte der US-Gigant AT&T, den ebenfalls enorme Schulden drücken, vergangenen Monat angekündigt, sich in mehrere Gesellschaften aufzuteilen.

Nach Einschätzung von Analysten hatte sich der frühere Monopolist im Wettbewerb mit Konkurrenten wie Vodafone oder Orange in zu vielen Geschäftsfeldern engagiert. Vodafone mit einem dreifach höheren Marktwert sei dagegen nicht so breit aufgestellt. Man könne nicht alles auf einer globalen Basis machen.



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