Durchblutungsstörungen
Schach dem Herzinfarkt

Der Durchbruch wurde durch Herzkatheder erzielt, die Gefäße weiten. In einem zweiten Schritt folgten dann Stützringe, die dauerhaft die Adern auf Maß - sprich offen - halten.

 

GÖTTINGEN. Diese entscheidenden Behandlungsschritte, um Herzinfarkte zu vermeiden, erfuhren nun eine weitere Perfektion: Stützringe, sogenannte Stents, die dauerhaft Medikamente abgeben. Der Grund: Gerade im Umfeld der Stents gab es manchmal Gefäßverengungen.

Ohne Medikamentenabgabe tritt bei etwa einem Drittel der Patienten aufgrund von Gefäßwucherungen eine erneute Einengung des erweiterten Gefäßes auf. Diese sogenannte Restenose bewirkt, dass rund 20 Prozent dieser Patienten sich einer weiteren Aufweitungsbehandlung unterziehen müssen.

Unter Federführung von Professor Markus Hecker haben Wissenschaftler aus dem Herzzentrum Göttingen - Bereich Humanmedizin ein Medikament entwickelt, das die Aktivierung von Genen, die nach Aufweitung der Gefäßwand für die Restenose verantwortlich sind, hemmt. Diese so genannten Decoy-Oligonukleotide werden bei der Aufweitung in die Gefäßwand injiziert oder vom Stent aus in die Gefäßwand freigesetzt. Im Tierexperiment kann hierdurch eine eindrucksvolle Verhinderung der Restenose erzielt werden.

Andere Medikamente, die ebenfalls die Restenose verhindern können, waren bereits in erfolgreicher klinischer Erprobung. Im Herzzentrum des Bereichs Humanmedizin werden seit kurzem neue Stents eingesetzt, die durch kontinuierliche Abgabe des Medikamentes Rapamycin hoch effektiv die Gefäßwiedereinengung verhindern können.

Bleibt zu hoffen, dass diese neueste Technologie bald zu den Routinemaßnahmen in den Katheterlaboren der Herzspezialisten gehören wird.

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