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Durchbruch für Beschäftigungsgarantie bei der Bahn bis 2010

In den Tarifgesprächen bei der Bahn haben Vorstand und Gewerkschaften einen Durchbruch für Beschäftigungsgarantien bis zum Jahr 2010 erreicht.

dpa-afx BERLIN. In den Tarifgesprächen bei der Bahn haben Vorstand und Gewerkschaften einen Durchbruch für Beschäftigungsgarantien bis zum Jahr 2010 erreicht. Bahnchef Hartmut Mehdorn und die Spitzen der Gewerkschaften Transnet und Gdba verständigten sich am Mittwochabend in Berlin auf Eckpunkte für einen weiteren Verzicht auf Entlassungen. Im Gegenzug sollen die Arbeitskosten um 5,5 Prozent gesenkt werden. Die Einigung soll Mitte Dezember perfekt gemacht werden. Die kleinere Lokführer-Gewerkschaft GDL hatte am Treffen aber nicht teilgenommen.

Der Transnet-Vorsitzende Norbert Hansen und die Gdba sprachen von einem "ersten großen und richtigen Schritt" in den Gesprächen für rund 150 000 Beschäftigte. Mehdorn sagte, beide Seiten hätten sich bewegt und "einen guten Schritt in Richtung Wettbewerbsfähigkeit der Bahn" getan. Mehr sei wirtschaftlich aber nicht vertretbar.

Beschäftigte Werden AN Unternehmensergebnis Beteiligt

Die Eckpunkte sehen vor, zum 1. Januar 2005 einen Tarifvertrag in Kraft zu setzen, der bis zum 31. Dezember 2010 laufen soll. Bis dahin sollen Beschäftigte, die mindestens fünf Jahre im Konzern tätig sind, vor betriebsbedingten Kündigungen geschützt sein. Das aktuelle Beschäftigungsbündnis läuft Ende 2004 aus. Vereinbart wurde zudem, die Beschäftigten künftig am Unternehmensergebnis zu beteiligen.

Die Arbeitskostensenkung von 5,5 Prozent soll laut Bahn "primär" durch eine Erhöhung der Arbeitszeit erreicht werden. Nach Angaben der Gewerkschaften ist über die konkrete Umsetzung aber noch zu sprechen. Die Bahn hatte unter anderem eine Rückkehr zur 40-Stunden-Woche ins Gespräch gebracht. Bei der verlangten Entlastung kam der Konzern den Gewerkschaften damit nochmals entgegen. Zuletzt war eine Senkung der Arbeitskosten um sechs Prozent gefordert worden.

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