Durchgereichte Einnahmen mitgezählt
Vodafone bläht Umsatz auf

Das britische Mobilfunkunternehmen Vodafone hat eingeräumt, bei der Berechnung des eigenen Umsatzes ein Verfahren anzuwenden, bei dem die Einnahmen im Vergleich zur Konkurrenz größer erscheinen.

HB/dpa LONDON. Wie die "Financial Times" berichtet, verbucht Vodafone die gesamten Einnahmen aus dem mobilen Internetgeschäft als Umsatz, auch wenn dieser Einnahmen an Dritte - die Anbieter bestimmter Inhalte - weitergereicht werde.

Die Konkurrenten MMO2 (früher British Telecom) und Orange klammern hingegen Zahlungen, die an Dritte gehen, aus der eigenen Umsatzrechnung aus. Dem Bericht zufolge entspricht die Praxis von Vodafone voll den britischen Gesetzen, doch hätten sich einige Analysten "überrascht" gezeigt.

Die Vodafone-Berechnung trage dazu bei, dass der durchschnittliche Umsatz pro Nutzer (Average Revenue per User ARPU), eine wesentliche Kennzahl der Branche, höher erscheine.

Der Unterschied zwischen beiden Verfahren sei gering, weil nur ein Prozent des Umsatzes auf mobiles Internet entfalle, beteuert Vodafone.

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