Durchhalten
Frauen-Power für Clinton

Angesichts der sinkenden Chancen der demokratischen Präsidentschaftsbewerberin Hillary Clinton haben Frauen in den USA mobil gemacht und die Gruppe „WomenCount“ gegründet – zu Deutsch „Frauen zählen“.

HB NEW YORK/WASHINGTON. Die neu gegründete Gruppe „WomenCount“ schaltete am Dienstag in der auflagenstarken „New York Times“ eine ganzseitige Anzeige, die Clinton zum Durchhalten auffordert.

„Wir wollen, dass Hillary im Rennen bleibt, bis jede Stimme abgegeben ist, bis jede Stimme gezählt ist und bis wir wissen, dass unsere Stimmen gehört werden“, heißt es in der Anzeige unter der Überschrift „Nicht so schnell!“.

Die von demokratischen Parteifreundinnen initiierte Aktion wirbt im Internet um Spenden. Innerhalb der ersten drei Tage kamen nach Angaben von WomenCount fast 200 000 Dollar, also rund 130 000 Euro, zusammen.

Der demokratische Präsidentschaftsbewerber Barack Obama gilt indes als Favorit bei der Vorwahl im Bundesstaat Oregon am Dienstag. Obama hofft, symbolträchtig eine absolute Mehrheit der gewählten Delegierten für den Nominierungsparteitag Ende August verkünden zu können.

Daran werde auch der absehbare Erfolg von Senatorin Hillary Clinton bei der Vorwahl in Kentucky am Dienstag nichts ändern, so das Wahlkampfteam Obamas. Das Wahlkampflager Clintons bestreitet allerdings die Zählweise Obamas.

Der Senator aus Illinois führt einer vom renommierten Gallup- Institut veröffentlichten Umfrage zufolge inzwischen in der Gunst der demokratischen Wähler landesweit mit 55 Prozent vor Clinton, die nur auf 39 Prozent komme. Dies sei die größte Differenz zwischen beiden in diesem Vorwahlkampf, so Gallup am Dienstag.

Neue Unterstützung erhält Obama vom dem hoch angesehene Senatsveteran Robert Byrd. Der 90 Jahre alte Senator aus West Virginia nannte Obama am Montagabend einen „edelherzigen Patrioten“ und einen „strahlenden jungen Staatsmann.“

Obama werde den Mut und die Führungskraft haben, das „Unglück“ im Irak zu beenden, meint Byrd, der der älteste und dienstälteste Senator im US-Kongress ist.

Obama sei ein gläubiger Christ, der sich „meines vollen Glaubens und meiner vollen Unterstützung sicher sein kann“, betonte der liberale Byrd, der in seiner frühen Jugend Mitglied der rassistischen Organisation Ku-Klux-Klan war. Schon im Alter von Anfang 20 sagte er sich aber von den Rassisten los und verurteilte sie scharf.

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