Durchleitungspreise zu hoch
Kartellamt mahnt Stadtwerke Mainz ab

Das Bundeskartellamt hat erstmals einem städtischen Stromversorger wegen überhöhter Preise für die Stromdurchleitung die gelbe Karte gezeigt.

dpa/HB MAINZ/BONN. Die Wettbewerbsbehörde kündigte am Dienstag an, sie wolle der Stadtwerke Mainz AG die Forderung missbräuchlicher Nutzungsentgelte untersagten. Ende Januar hatte das Kartellamt insgesamt zehn förmliche Missbrauchsverfahren eingeleitet. Kartellamtspräsident Ulf Böge kündigte weitere Abmahnungen an.

Ziel sei eine deutliche Senkung der Durchleitungspreise, erklärte Böge. Diese Nutzungsentgelte stellten derzeit das wichtigste Wettbewerbshindernis auf den Strommärkten dar. Positiv wertete das Kartellamt die Ankündigung der Stadtwerke Mainz, die Durchleitungspreise neu zu berechnen. Im Vergleich zur RWE Net fordern die Stadtwerke zwischen 14 und 23 Prozent höhere Durchleitungspreise. Die Unterschiede seien zwar teilweise wegen Verlege- und Instandhaltungskosten berechtigt, aber nicht in dieser Höhe. Die Stadtwerke Mainz haben bis Mitte September Gelegenheit zur Stellungnahme.

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