Durchschnittlich 0,42 Grad Celsius wärmer
Jahr 2001 eines der wärmsten seit Beginn der Temperaturmessungen

Das Jahr 2001 ist eines der wärmsten seit Beginn der Temperaturaufzeichungen im Jahr 1860. Wie die Weltorganisation für Meteorologie (WMO) am Dienstag in Genf mitteilte, führt 2001 gemeinsam mit dem Jahr 1988 die Rangliste der wärmsten Jahre seit den ersten Messungen vor 141 Jahren an.

afp GENF. Nach den vorläufigen Forschungsergebnissen der WMO lag die Durchschnittstemperatur rund 0,42 Grad (Celsius) höher als der Mittelwert der Jahre 1961 bis 1990. Als Grund nannten die Wissenschaftler die globale Erwärmung. Genaue Daten stünden jedoch erst im Laufe des kommenden Jahres zur Verfügung, sagte WMO-Direktor Michel Jarraud.

Zudem stellte die WMO fest, dass die globale Durchschnittstemperatur während des 20. Jahrhunderts um rund 0,6 Grad gestiegen sei. Für Deutschland weisen die Statistiken seit Beginn der Temperaturaufzeichnungen einen Anstieg von durchschnittlich vier Grad über dem Mittelwert aus. Neun der zehn wärmsten Jahre verzeichneten die Wissenschaftler des WMO in den neunziger Jahren. Seit 1976 vollziehe sich der durchschnittliche Temperaturanstieg drei Mal so schnell wie für das Jahhundert vorausberechnet, teilte die WMO mit.

In dem vorläufigen Bericht werden zudem außergewöhnliche Wetterphänomene beschrieben. So habe es im Jahr 2001 fünfzehn Orkane und Tropenstürme gegeben, von denen der bekannteste der Orkan Michelle war. Der Oktober sei in Mittelengland der wärmste seit 343 Jahren gewesen. Für Südasien, Kenia, das Horn von Afrika, Brasilien sowie für die USA und Kanada verzeichnete das WMO einen bedeutenden Mangel an Niederschlägen.

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