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Durchwachsener Handelstag

Die Wall Street kann sich heute nicht entscheiden, in welche Richtung die Reise gehen soll. Drücken erneute Verluste den Index weiter in den Keller oder dürfen sich Anleger am Ende des Handelstages über eine Verschnaufpause freuen? Während der Nasdaq Index seit Handelsbeginn im Plus notiert, schwankt der Dow Jones Index kontinuierlich um den Vortages-Schlussstand. Mal leicht im Plus - mal leicht im Minus!

Bereits vor Handelsbeginn wurden die Einzelhandelsumsätze veröffentlicht. Sie gingen im Februar um 0,2 Prozent zurück. Experten und Investoren hatten mit einem Umsatzanstieg von 0,4 Prozent gerechnet. Zwar stiegen die Einzelhandelsumsätze in der ersten Märzwoche um 0,4 Prozent an, doch auch hier war ein höherer Anstieg prognostiziert. Laut Einzelhandelsangaben hatte das schlechte Wetter im Nordosten der USA zu den schlechten Zahlen geführt. Aufgrund der Einführung neuer Produktsortimente ist der März traditionell ein umsatzstarker Monat. Des einen Freud - des anderen Leid! Zwar sind die Zahlen schlecht für die Einzelhändler, doch freuen sich die Aktionäre. Nach den schlechter als erwartet ausgefallenen Einzelhandelszahlen ist die Hoffnung auf eine baldige Zinssenkung wieder berechtigt. Gespannt wird auf die Notenbanksitzung am 20. März gewartet.



Microsoft

beeinflusste einmal mehr beide Indizes - heute auf dem Weg nach oben. Außerdem sorgten im Dow Jones Index vor allem General Electric, Boeing, Honeywell und Hewlett-Packard für Freude. An der Nadsaq können Cisco, Qualcomm, Oracle und Intel den Index in die Gewinnzone bringen.



General Electric bestätigte, das angepeilte zweistellige Gewinnwachstum in 2001 einzuhalten. Zudem werde man durch die Fusion mit Honeywell drei Milliarden Dollar einsparen können. Dies sei fast doppelt so viel wie bisher erwartet. Ausschlaggebend für den zuversichtlichen Ausblick sind die reichhaltige Diversifizierung der Produktpalette und die zunehmende Automatisierung der Geschäftsprozesse. Auch Honeywell konnte von dieser Nachricht profitieren.



Boeing

wurde heute von einem positiven Analystenkommentar von Goldman Sachs beflügelt. Das Brokerhaus stufte den Wert mit einem Kursziel von 80 Dollar auf "kaufen" auf. Als Grund für die Aufstufung wurden hohes Gewinn- und Umsatzwachstum sowie gestiegene Gewinnmargen im operativen Bereich genannt.



Motorola

meldet die Entlassung von 7000 Mitarbeitern, um seine Kosten im Handy-Bereich zu reduzieren. Bereits im Dezember hatte Motorola 5000 Mitarbeiter auf die Strasse gesetzt. Die Entlassungen seien notwendig gewesen, um dem hohen Wettbewerb weiter standhalten zu können. Erst gestern hatte der Konkurrent Ericsson die Wall Street mit einer Gewinn- und Umsatzwarnung geschockt. Jetzt besteht die Befürchtung, dass auch der Dritte im Bunde, Nokia, mit schlechten Nachrichten folgen könnte. Während sich Ericsson nach dem gestrigen Kursverlust von rund 20 Prozent erneut in der Verlustzone bewegt, tendieren Motorola und Nokia leicht im Plus.



Cisco

ist an der Nasdaq weiterhin das größte Gesprächsthema. Nachdem der weltweit größte Netzwerkausrüster am Freitag bekannt gab, 17 Prozent seiner Arbeitskräfte zu entlassen, bekräftigt der Vorstandsvorsitzende John Chambers heute erneut, dass eine Wende noch nicht in Sicht sei. Außerdem schliesst Cisco nicht aus, eigene Aktien zurückzukaufen. Die Aktie von Cisco stieg trotz dieser Nachrichten über sechs Prozent.



Außerdem konnten heute weitere Schwergewichte unter den Technologiewerten zulegen, die gestern ihr 52-Wochen-Tief markiert hatten. Hierzu zählen der Chiphersteller Sun Microsystems, das Softwareunternehmen Oracle und der Netzwerkausrüster Juniper Networks.

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